Die Lauch-Kartoffel-Suppe gehört zu den Klassikern der einfachen französischen Küche, geläufig unter dem Namen Potage Parmentier. Antoine Augustin Parmentier war ein französischer Ernährungswissenschaftler des 18. Jahrhunderts, er machte die Kartoffel bei den damals an Hunger leidenden Franzosen populär.Ihre Weiterentwicklung, die Vichyssoise, hat nicht ein Amerikaner in Paris, sondern der Franzose Louis Felix Diat in New York ersonnen, seinerzeit Küchenchef des berühmten europäisch geprägten Hotels Ritz-Carlton. Um ihre Entstehung rankt sich folgende Geschichte: Es war 1917, ein heißer Sommer lag über Manhattan, und Diat grübelte über ein Rezept anlässlich der Eröffnung eines Dachgartens des Nobelhotels. Er erinnerte sich an ein Rezept seiner Mutter, die ihrer Lauch-Kartoffel-Suppe kalte Milch hinzufügte, um ihren Kindern im Sommer etwas Erfrischendes zu bieten. Also passierte er die Suppe, veredelte sie mit Sahne und kredenzte sie gut gekühlt und garniert mit feinen Schnittlauchröllchen seinen Gästen. Da er unweit des französischen Städtchens Vichy aufwuchs, taufte er sie „Crème Vichyssoise Glacée“. Das Gericht kam großartig an. In seiner Heimat Frankreich wurde die Suppe aber nie populär.Ziel ist eine leicht cremige KonsistenzWürfeln Sie eine halbe Zwiebel. Putzen und waschen Sie den Lauch wie gewohnt und schneiden Sie das Weiße und Hellgrüne in Ringe. Die geschälten Kartoffeln in feine Scheiben schneiden, das verkürzt die Garzeit. Butter in einem Topf zerlassen, die Zwiebelwürfel zuerst anschwitzen, danach die Lauchringe, etwas später die Kartoffeln hinzufügen. Eine Weile unter gelegentlichem Rühren bei geringer Hitze auf dem Herd lassen. Mit geriebener Muskatnuss würzen. Nun die Brühe angießen, bis alles bedeckt ist, und eine knappe Viertelstunde leise köcheln lassen. Wenn die Kartoffeln gar sind, den Topfinhalt mit einem Zauberstab oder einer Küchenmaschine sehr fein pürieren. Anschließend die pürierte Suppe durch ein feines Sieb in eine Schüssel passieren. Ein Silikonspatel hilft dabei, er passt sich den Rundungen des Siebs an.Verfeinern Sie nun die Suppe großzügig mit der Sahne und würzen Sie behutsam mit Salz und gemahlenem weißen Pfeffer. Er ist etwas milder und macht keine schwarzen Pünktchen. Die Suppe ist nun fertig und kann nach dem Abkühlen bis zum Servieren in den Kühlschrank.Die Konsistenz soll leicht cremig sein, nicht zu flüssig und keinesfalls zu fest.Richten Sie die kalte Suppe in Schalen oder Tellern an und geben Sie Schnittlauchröllchen und ein paar Croutons dazu. Die machen Sie natürlich selbst: Lassen Sie dazu Würfelchen aus altbackenem Brot langsam mit reichlich Butter bei geringster Hitze in einer Pfanne kross werden, die Pfanne dabei immer wieder rütteln. Das dauert – lohnt sich aber.Für vier bis sechs Portionen:1/2 (weiße) Zwiebel2-3 Stangen Lauch (Porree), nur das Weiße und Hellgrüne verwenden3-4 mittelgroße mehlig kochende Kartoffeln1 guter EL ButterMuskatnuss, weißer Pfeffer, Salz1/2 Liter Gemüse- oder Hühnerbrühe1/4 Liter flüssige Sahne1 Bund Schnittlauch in RöllchenCroutonsDie Suppe lässt sich gut vorbereiten, auch in größeren Mengen zubereiten und hält gut zwei, drei Tage im Kühlschrank. Mit pflanzlichen Fetten und Gemüsebrühe lässt sie sich auch vegan zubereiten.
Rezeptklassiker: Wie eine kalte Kartoffel-Lauch-Suppe an Sommertagen erfrischt
Schon ihr Name klingt vornehm-kühl: Vichyssoise. Die verfeinerte Lauch-Kartoffel-Suppe bietet die ideale Erfrischung im Sommer. Man kann sie sogar in veganer Variante genießen.









