Kopenhagen (dpa) - Nach dem krachenden Scheitern der Investorenpläne hat sich der dänische Fußballverband (DBU) mit deutlichen Worten gegen FIFA-Boss Gianni Infantino gestellt. Er stimme der UEFA voll und ganz zu, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei, sagte DBU-Chef Jesper Møller laut einer Mitteilung. „Deshalb kann ich ihn auch nicht unterstützen.“ Zuvor hatte Infantino seine milliardenschweren Pläne, Anteile an dem Fußball-Weltverband an private Investoren zu verkaufen, nach massivem Widerstand und weltweiter Empörung aufgegeben. Den Vorschlag zurückzuziehen, sei „die einzig richtige Entscheidung - und sie war zu erwarten“, so Møller. „Der internationale Fußball stand an einem Scheideweg, an dem einige der Werte, die den Kern und die Seele des Fußballs ausmachen, unter Druck geraten waren.“ Ausdrücklich lobte Møller die UEFA und ihren Präsidenten Aleksander Ceferin dafür, dass der europäische Dachverband so schnell mit einer Stimme gesprochen habe. Die UEFA hatte die Pläne nicht nur als schäbigen Deal kritisiert, sondern sogar mit einem Boykott gedroht.© dpa-infocom, dpa:260801-930-470739/1

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Gianni Infantino presst den Fußball aus, wo es nur geht. Europas mächtige Verbände müssen sich endlich anders wehren – nicht nur wegen der neuen Pläne für die Weltmeisterschaft.