PfadnavigationHomeSportFußballGianni Infantino„Grundlegender Vertrauensbruch“ – Dänemark, Niederlande und DFB positionieren sichStand: 15:19 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Fußball-Weltverband FIFA gibt seine umstrittenen Investorenpläne auf. Der Vorschlag werde nicht weiterverfolgt, erklärte Verbandspräsident Gianni Infantino.Nach der Breitseite der Uefa gegen die Fifa stellen sich der dänische und der niederländische Fußballverband explizit gegen Gianni Infantino. Auch der DFB meldet sich zu Wort – und fordert einen deutlichen Kulturwandel.Nach dem krachenden Scheitern der Investorenpläne haben sich der dänische Fußballverband (DBU) und der niederländische Fußballverband (KNVB) mit deutlichen Worten gegen Fifa-Boss Gianni Infantino gestellt. Er stimme der Uefa voll und ganz zu, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei, sagte DBU-Chef Jesper Møller laut einer Mitteilung. „Deshalb kann ich ihn auch nicht unterstützen.“Zuvor hatte Infantino seine milliardenschweren Pläne, Anteile an dem Fußball-Weltverband an private Investoren zu verkaufen, nach massivem Widerstand und weltweiter Empörung aufgegeben.Den Vorschlag zurückzuziehen, sei „die einzig richtige Entscheidung – und sie war zu erwarten“, so Møller. „Der internationale Fußball stand an einem Scheideweg, an dem einige der Werte, die den Kern und die Seele des Fußballs ausmachen, unter Druck geraten waren.“Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Auch der KNVB distanzierte sich von Infantino. „Mit dem Rückzug des Vorschlags ist die Angelegenheit für den KNVB nicht erledigt. Die Art und Weise, wie dieser Prozess verlaufen ist, hat zu einem grundlegenden Vertrauensbruch im Führungsstil des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino geführt. Der KNVB hat kein Vertrauen mehr in seine Führung“, hieß es in einem Statement. „Diese Situation erfordert ein ernsthaftes Gespräch über die Zukunft der Governance und Führung innerhalb der Fifa.“Lesen Sie auchAusdrücklich lobte Møller die Uefa und ihren Präsidenten Aleksander Ceferin dafür, dass der europäische Dachverband so schnell mit einer Stimme gesprochen habe. Die Uefa hatte die Pläne nicht nur als schäbigen Deal kritisiert, sondern sogar mit einem Boykott gedroht.Auch der DFB kritisiert InfantinoDer Deutsche Fußball-Bund (DFB) meldete sich ebenfalls zu Wort und warf Infantino unverantwortliches Handeln vor. „Die Vorgänge rund um dieses von Gianni Infantino initiierte Projekt müssen jetzt lückenlos aufgeklärt werden. Der Fifa-Präsident hat eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt“, schrieb DFB-Präsident Bernd Neuendorf.„Der Versuch, Fifa-Wettbewerbe für private Investoren zu öffnen, ist krachend gescheitert. Das ist unter anderem auch dem sehr geschlossenen Auftreten aller Uefa-Mitgliedsverbände zu verdanken“, so Neuendorf.Lesen Sie auchMan müsse nun „gemeinsam mit der Uefa und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der Fifa eine grundsätzlich andere Kultur einzieht. Eine Kultur, in der vor allem Entscheidungen wieder von den Mitgliedern in den Gremien diskutiert und getroffen werden.“lwö
Gianni Infantino: „Grundlegender Vertrauensbruch“ – Dänemark, Niederlande und DFB positionieren sich - WELT
Nach der Breitseite der Uefa gegen die Fifa stellen sich der dänische und der niederländische Fußballverband explizit gegen Gianni Infantino. Auch der DFB meldet sich zu Wort – und fordert einen deutlichen Kulturwandel.













