Bremen/Berlin (dpa) - Bremens CDU-Chef Heiko Strohmann warnt vor wachsender Unzufriedenheit in der eigenen Partei. „Ich will nicht sagen, dass wir eine katastrophale Stimmung haben. Aber es geht schon in diese Richtung“, sagte der 58-Jährige im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“. „Viele Mitglieder sind unzufrieden mit dem Kanzler.“Strohmann kritisiert, dass Merz viele Parteimitglieder nicht mitnehme. „Er erklärt seine Politik zu wenig“, sagte der Bremer Politiker. „Ich wünsche mir, dass Friedrich Merz in seinem Urlaub in sich geht.“ Von einem Kanzlerwechsel halte er hingegen nichts. „Das ist Mumpitz.“Erst am Montag hatte Strohmann den Kanzler in einer Sitzung des Bundesvorstands scharf kritisiert. „Sie leiten hier keine Firma, sondern eine Partei“, warf er Merz nach eigenen Angaben an den Kopf. Strohmann stellte sich mit seiner Aussage hinter den Parteikollegen Armin Schuster aus Sachsen, der die mangelnde Vertretung Ostdeutschlands im Bundeskabinett angekreidet hatte.© dpa-infocom, dpa:260729-930-453332/1

Die Kritik an Friedrich Merz reißt nicht ab – von einem „Glaubwürdigkeitsdefizit“ im CDU-Vorstand ist gar die Rede. FDP-Chef Kubicki kommt zu dem Schluss, dass das Amt des…

Der Kabinettsumbau des Kanzlers sollte Ruhe schaffen – stattdessen brodelt es in der CDU. Die SPD schweigt – bis auf Stegner, der sich exklusiv für diese Zeitung äußert.