Strohmann gehe es demnach darum, dass ein Vorsitzender zuhören und diskutieren müsse, nicht aber herumkommandieren könne.Strohmann über Merz: »Er führt die CDU rein westdeutsch«Strohmann hatte sich darüber geärgert, wie Merz zuvor in der Sitzung den sächsischen Innenminister Armin Schuster auflaufen ließ. Dieser hatte sich für eine stärkere Repräsentanz von Ostdeutschen in der Regierung ausgesprochen. »Das ist eine Sache, die mich bei Herrn Merz schon lange ärgert. Er hört nicht auf unsere ostdeutschen Parteifreunde. Er führt die CDU rein westdeutsch«, sagte Strohmann der Zeitung. »Die CDU aber muss den Anspruch haben, eine gesamtdeutsche Volkspartei zu sein. Das tun wir nicht, und das hilft der AfD.«
Merz habe »konsterniert« auf Strohmanns Wortmeldung reagiert, habe offenbar nicht mit Derartigem gerechnet. »Ich schätze Friedrich Merz als Bundeskanzler«, ergänzt Strohmann im Interview. »Seine Kommunikation als CDU-Chef aber ist ausbaufähig. Und seine Personalpolitik auch.«Die Stimmung innerhalb der Partei sei dementsprechend schlecht. »Ich will nicht sagen, dass wir eine katastrophale Stimmung haben. Aber es geht schon in diese Richtung«, so Strohmann. Merz erkläre seine Politik zu wenig. Auch in der Causa Spahn hätte der Kanzler die Kommunikation nicht allein seinem Fraktionschef überlassen sollen, führt Strohmann weiter aus.










