Brüssel will Städten mehr Spielraum gegen Airbnb geben. Doch der Entwurf setzt hohe Hürden – und dürfte die Wohnungsnot kaum lindern.

Auch in Warschau werden viele Wohnungen über Plattformen wie Airbnb vermietet

Mikolaj Janeczek/imago

Die EU-Kommission will Städten und Gemeinden helfen, die Wohnungsnot zu bekämpfen. So soll es künftig leichter werden, gegen Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb vorzugehen. Außerdem bekommen die Bürgermeister die Möglichkeit, „Housing Stress“ – also Wohnungsknappheit – zu messen. Konkrete Maßnahmen, wie sie das Europaparlament gefordert hatte, bleibt Brüssel aber schuldig.

Normalerweise ist die EU für Hausbau und Mietmärkte nicht zuständig. Angesichts der sich zuspitzenden Wohnungsnot hatten Sozialdemokraten und Linke aber schon im Europawahlkampf 2024 gefordert, dass Brüssel auch hier tätig wird. Wohnen sei ein Menschenrecht, und die EU müsse mehr tun, um es durchzusetzen, stellte das Europaparlament im Februar dieses Jahres fest.