OpenAI hat am Dienstag einen Beweis veröffentlicht, der das sogenannte Navier-Stokes-Problem lösen soll. Dabei handelt es sich um eines der sieben Millennium-Probleme der Mathematik, für deren Lösung das Clay Mathematics Institute jeweils eine Million US-Dollar Preisgeld ausgelobt hat. Die offizielle Aufgabenstellung stammt aus dem Jahr 2000.
Laut OpenAI arbeiteten zeitweise rund 10.000 KI-Agenten parallel an Navier-Stokes. Nach rund 88 Stunden hätten sie den Beweis gefunden, weitere 17 Stunden seien für dessen Formalisierung und Überprüfung nötig gewesen. Allein für Navier-Stokes tauschten die Agenten 2,7 Millionen Nachrichten aus und erzeugten rund 130 Milliarden Output-Tokens. OpenAI bezifferte die dafür eingesetzte Rechenleistung gegenüber Wired auf mehrere Millionen US-Dollar. Als Grundlage der Agenten diente ein noch nicht veröffentlichtes internes Modell, das laut OpenAI deutlich leistungsfähiger als das neue Spitzenmodell GPT-6 Astra ist.
Eine unabhängige Überprüfung des 166-seitigen Papers steht noch aus. Da die Regularitätsfrage der Navier-Stokes-Gleichungen Mathematiker seit rund 90 Jahren beschäftigt, wäre ein mithilfe von KI gelungener Beweis ein mathematischer Durchbruch und zugleich ein bedeutender Erfolg für den Einsatz von KI in der Forschung.











