Im Jahr 2000 wurde vom Clay Mathematics Institute eine Liste der sogenannten Millennium-Probleme herausgegeben. Auf der Liste befanden sich insgesamt sieben mathematische Probleme, die Expert:innen seit Jahrzehnten beschäftigen, aber noch keine beweisbaren Lösungen hervorgebracht haben. Für die Lösung hat das Institut ein Preisgeld von jeweils einer Million US-Dollar ausgesetzt. Bisher konnte nur eines der sieben Probleme im Jahr 2002 gelöst werden. Doch das hat sich jetzt womöglich durch OpenAI geändert.Anzeige

Hat OpenAI das Problem eigenständig gelöst?

Laut OpenAIs Ankündigung konnten KI-Agenten eines bisher unveröffentlichten Modells das Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem lösen. Die Navier-Stokes-Gleichung beschreibt, wie sich Fluide wie Wasser oder Luft bewegen. Die Frage, die das Problem aufwirft, ist, ob die Gleichung immer gilt oder unter bestimmten Bedingungen nicht mehr genutzt werden kann.

Das genutzte Modell soll laut OpenAI fähiger als GPT-6-Astra sein. Dennoch mussten rund 10.000 KI-Agenten simultan für etwa 88 Stunden an dem Problem arbeiten, um eine Lösung zu präsentieren. Dadurch sollen etwa 300 Milliarden Output-Token verbraucht worden sein. Umgerechnet entspricht das etwa einem Wert von 22,5 Millionen Dollar. Das Preisgeld für die Lösung des Problems will OpenAI nicht.Anzeige