JJulihitze in Basel, die Menschen schwimmen im Rhein, und Dana Vowinckel hat Zeit. Ein guter Monat, dann wird ihr zweiter Roman Anton und Alma erscheinen, ein Suhrkamp-Spitzentitel, der vorab für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Sie trägt Schlappen zum Kleid und plaudert entspannt. Erzählt von der Wanderung am Geburtstag ihres Mannes, der gerade in der Gegend einen Film dreht, und davon, wie peinlich sie den Sonnenbrand in ihrem Nacken finde. Mit einem Flat White in der Hand führt Vowinckel durch die Stadt. Immer wieder bleibt sie stehen. Zeigt auf das Geplätscher des Tinguely-Brunnens, schwärmt vom Blau des Flusses, in dem auch ihre Figuren Anton und Alma glücklich sind, und ärgert sich, keinen Badeanzug dabeizuhaben. Dann kommt sie zu den großen Themen dieses Gesprächs. Zum 7. Oktober und seinen Folgen, zu jüdischem Leben, Konversionen – und zu der Frage, was man sich von der Liebe überhaupt versprechen kann.