Bali, Berlin, St. Moritz: Caroline Wahl reiht in ihrem neuen Roman „1999 Meter über dem Meer“ die Klischees aneinander. Ist sie auf einem antiwoken Kreuzzug?
Die Autorin Caroline Wahl, hier 2024 in Hamburg
Niklas Grapatin/laif
Mit Caroline Wahl verhält es sich ein bisschen so wie mit Taylor Swift. Eine überaus erfolgreiche Frau erfährt viel Kritik, wegen ihrer Arbeit, wegen ihres Reichtums, was wiederum dazu führt, dass das Ausmaß der Kritik kritisiert wird. In der Folge schlägt die Debatte ins Gegenteil um, mitunter wird Pop zu Kunst, Geschäftssinn zu Genius erklärt.
Einen normalen Umgang mit Caroline Wahl zu finden, scheint schwierig. Ein normaler Umgang bestünde darin zu sagen: Ihr vierter Roman ist bestürzend schlecht, und bestürzend ist insbesondere, dass dieser Umstand offenbar geheim bleiben soll, wirft man einen Blick in die bereits vor Erscheinung veröffentlichten, zumeist wohlwollenden Kritiken.












