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Durch eine Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet starben in der vergangenen Woche mehr als 600 Menschen. Noch immer werden über 2.400 Menschen vermisst. Wie konnte es dazu kommen? Der Hydrogeomorphologe Christoff Andermann erforscht die Region seit fast 20 Jahren.
DIE ZEIT: Herr Andermann, die Sturzflut in Nepal ist offenbar durch einen Gletscherabbruch verursacht worden. Was genau ist dort passiert?
Christoff Andermann: Ein Teil des Felsgesteins, auf dem der Gletscher hängt, scheint abgebrochen zu sein und einen großen Teil des Gletschers mit sich gerissen zu haben, auf einer Höhe von 5.000 Metern. Von da aus ging es im freien Fall über 1.000 Meter nach unten, in ein enges Tal voll Eis und Schnee. So wurde die Steinschlammlawine ausgelöst. Von dort aus ist es noch sehr steil, bis zum Grenzübergang sind es 2.000 Höhenmeter auf 20 Kilometern Distanz. Dabei entsteht eine enorme Energie.












