SZ-Magazin: Herr Scott, in Alien haben Sie Menschen im All aufeinandergehetzt, in Gladiator in der Arena, in Ihrem neuen Film Das Ende der Sterne bekämpfen sich die letzten Überlebenden einer Grippe-Pandemie. Durch Ihr ganzes Filmschaffen zieht sich die Frage, ob Mensch und Mensch in Extremsituationen miteinander können. Sind Sie zu einem Ergebnis gekommen?Ridley Scott: Ich glaube, es wird immer von beidem etwas geben, Miteinander und Gegeneinander. Wenn man vernünftig ist, schließt man sich zusammen. Wenn man stammesorientiert ist, hält man zum Stamm. Ich glaube, in so einem Fall wie der menschenleeren Welt nach der Katastrophe würden wir uns im Handumdrehen in Stämme aufteilen. Die Überlebenden würden sich zu Gruppen zusammenschließen und gegeneinander vorgehen.
»Der einzige Kritiker, der zählt, bist du selbst«
Der Regisseur Sir Ridley Scott hat 30 Filme gedreht, darunter Alien, Gladiator und Blade Runner. Ein Gespräch über sein neustes Werk und das Glück, auch mit 88 Jahren noch arbeiten zu können.
















