Bestimmte Mikroben von der Erde könnten an bestimmten Orten am Südpol des Mondes bis zu eine Woche lang überleben. Das hat eine Studie der NASA ergeben, die Folgen für die Rückkehr der Menschheit zu dem Himmelskörper haben könnte. Denn wenn Menschen damit beginnen, eine Präsenz auf dem Mond aufzubauen, könnte es schwierig werden, mitgebrachte Mikroorganismen von ursprünglicher Chemie zu unterscheiden, warnt das für die Arbeit verantwortliche Forschungsteam. Man könne aber das Beste aus der Situation machen und die Überlebensfähigkeit von Mikroben unter Bedingungen testen, die sich auf der Erde nicht so leicht nachstellen lassen.
Nur überdauern, nicht wachsen
Dass Menschen auf Flügen zum Mond Mikroorganismen mitbringen, ist unvermeidbar, erklärt das Forschungsteam. Jedes Stück Haut der Größe eines Radiergummis enthalte im Schnitt eine Million Bakterien. Dass die aus Raumanzügen und Wohnmodulen entweichen, sei nicht zu verhindern. Deshalb hat das Forschungsteam untersucht, wie es ihnen dann ergehen könnte. Sie haben herausgefunden, dass am Südpol Gebiete im ewigen Schatten liegen, wo Wasser erhalten bleiben kann und bestimmte Bakterien nicht direkt sterben. Diese Gebiete könnten mehr als anderthalb Kilometer lang sein. Die Organismen könnten dort aber nur mehrere Tage lang in einem Ruhezustand überdauern, es gebe keine Hinweise darauf, dass sie dort wachsen oder sich vermehren könnten.













