Eine Quarantänestation auf dem Mond – klingt nach Science-Fiction, ist aber ein ernst gemeinter wissenschaftlicher Vorschlag. Zwei Forscher wollen den Erdtrabanten zur ersten Verteidigungslinie gegen mögliche außerirdische Keime machen.

Alle Proben, die künftige Missionen vom Mars oder anderen Himmelskörpern zur Erde bringen, sollen zuerst dorthin – in ein hochsicheres, vollautomatisches Labor. Der Gedanke dahinter: Sollte in solchen Proben tatsächlich unbekanntes Leben stecken, käme es niemals direkt mit unserem Planeten in Kontakt. Der Mond würde als „Firewall" wirken. Wie realistisch ist diese Idee? Und was steckt wirklich dahinter?

Was genau schlagen die Forscher vor?

Hinter dem Vorschlag stehen Frederick I. Moxley von den Strategic Threat Analysis and Research Laboratories in Idaho und Anthony Ricciardi, Professor für Biologie an der McGill University. Ihr Fachbeitrag erschien in der Zeitschrift Ambio.

Ihr Kernargument: Extraterrestrisches Material vom Mond, Mars oder von noch weiter entfernten Zielen soll nicht direkt zur Erde transportiert werden. Stattdessen soll es zuerst in eine sichere Quarantäne- und Forschungseinrichtung auf dem Mond gelangen.