PfadnavigationHomePanoramaArtikeltyp:LivetickerFeuer im Hürtgenwald„Wald entzündet sich nicht von allein“ – Ministerin will Lage nach Löscharbeiten neu aufrollenStand: 13:42 UhrHunderte Feuerwehrleute kämpfen in Hürtgenwald gegen den größten Waldbrand in Nordrhein-Westfalen. 2000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. „Bei Dunkelheit können die Löschhubschrauber nicht mehr helfen, und das war schwierig für die Einsatzkräfte“, berichtet WELT-Reporterin Greta Wagner.Ein Großbrand bei Hürtgenwald in der Eifel hält die Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Ministerpräsident Wüst will sich vor Ort ein Bild der Lage machen. Der Bundeskanzler telefonierte mit dem Landrat von Düren. Auch in anderen Regionen Deutschlands brennt es. Mehr im Liveticker.Mehrere Waldbrände wüten in Deutschland und weiteren Ländern Europas. Besonders gefährlich ist die Lage hierzulande in der Eifel: Das Feuer bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin nicht unter Kontrolle.Alle Entwicklungen rund um die Waldbrände im Liveticker: 08:15 Uhr – Samstag, 15. August„Gestern Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten“„Die Nacht war gut“, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU) am Morgen der Deutschen Presse-Agentur über die Situation im Hürtgenwald. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben. Die Bundeswehr habe in der Nacht weitere breite Schneisen in das Areal geschlagen. Das Hauptbrandgeschehen sollte nicht überschlagen in andere Bereiche. Die Anzahl der Bergepanzer sei auch von zwei auf vier erhöht worden. Der Landrat geht davon aus, dass heute die gleiche Zahl an Hubschraubern wie am Vortag im Einsatz sein wird. Nolten hofft, dass die Löscharbeiten so weit vorankommen können, dass es kein offenes großes Feuer mehr in dem Wald wütet. Das aktuelle Geschehen sei kein Vergleich mit dem des Vortages: „Gestern Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten“, verdeutlichte der Landrat.13:33 Uhr – Samstag, 15. AugustMinisterin hält Fehlverhalten als Brandursache für möglichDie nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hält menschliches Fehlverhalten als Auslöser des Großbrandes im Hürtgenwald für möglich. „Es lässt sich jedenfalls nicht ausschließen“, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. „Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen, dass einiges dafür sprechen könnte.“ Wie belastbar dies sei, könne man jetzt nicht sagen. Die Löscharbeiten und die Sicherheit der Menschen stünden im Vordergrund. Wenn der Einsatz beendet sei, werde die Lage noch einmal in Gänze aufgerollt. „Aber festhalten kann man: Es ist nahezu immer menschliches Fehlverhalten die Ursache“, erläuterte Gorißen. „Der Wald entzündet sich nicht bei 38 Grad oder 40 Grad, die man draußen durchaus auch schon verzeichnen konnte in diesem Sommer, von alleine.“ In der Regel sei es eine weggeworfene Kippe oder dass jemand Glas liegen gelassen habe. Manchmal sei es auch Brandstiftung.Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, vor OrtQuelle: Federico Gambarini/dpa12:32 Uhr – Samstag, 15. AugustErstes Aufatmen, aber böiger Wind drohtVorsichtiges Aufatmen bei der Bekämpfung des größten Waldbrands in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen: Die Feuerwehr ist „sehr zufrieden“ mit dem bisherigen Erfolg des Löscheinsatzes. Aber es gibt noch einen Unsicherheitsfaktor: „Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein“, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen.Einsatz im HürtgenwaldQuelle: Sascha Thelen/dpa11:25 Uhr – Samstag, 15. AugustNachlöscharbeiten in GreimersburgNach einem Waldbrand bei Greimersburg im Landkreis Cochem-Zell laufen noch Nachlöscharbeiten. In dem wegen seiner landschaftlichen Schönheit auch bei Wanderern beliebten Enderttal hätten am frühen Freitagabend rund zehn Hektar Wald in Flammen gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Hinweise zu Verletzten gebe es nicht. Die Ursache des Feuers sei bisher nicht bekannt.10:21 Uhr – Samstag, 15. AugustWaldbrand zerstört Naturschutzgebiet in BelgienDurch einen Waldbrand in Naturschutzgebiet Hohes Venn im Osten Belgiens nahe der deutschen Grenze sind Behördenangaben zufolge bislang fast 850 Hektar Fläche zerstört worden. Die Löscharbeiten dauerten an, teilte der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, am Samstag im Onlinedienst Facebook mit. Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und hatte sich in der Nacht rasch ausgebreitet.09:47 Uhr – Samstag, 15. AugustMerz telefoniert mit Dürener LandratBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich über die aktuelle Lage in NRW informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten den Bundeskanzler am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch „ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt“. Der Bund habe zudem weitere Löschhubschrauber zur Verfügung gestellt, erklärte der Landkreis Düren. Damit stünden nun zehn Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung.09:20 Uhr – Samstag, 15. AugustLöscharbeiten bei Plauen laufen positivBeim Waldbrand im „Schwarzen Holz“ bei Plauen kommen die Löscharbeiten weiter voran. Die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort konnte inzwischen wie geplant reduziert werden, wie die Stadt mitteilte. Die Brandfläche habe sich nicht weiter ausgedehnt und liege unverändert bei rund sieben Hektar. Insgesamt zeichne sich die Entwicklung „vorsichtig positiv“ ab.09:03 Uhr – Samstag, 15. AugustLöschhubschrauber wieder über Hürtgenwald im EinsatzMehrere Löschhubschrauber sind in Hürtgenwald wieder im Einsatz. Wie schon am Freitag sollen die Hubschrauber auch heute große Mengen an Löschwasser über den Flammen abwerfen, teilte der Kreis mit. Insgesamt seien nun 1400 Kräfte im Einsatz. Die Brandlage sei derzeit statisch, nachdem sich der Brandherd in der Nacht nicht vergrößert habe. Der Kreis wies am Morgen aber darauf hin, dass Winde aus Richtung Norden aufkämen. Wie sich diese auf die Lage auswirken, sei unklar. Der Ortsteil Gey bleibe vorerst aus Sicherheitsgründen evakuiert, hieß es. Anwohnerinnen aus den Ortsteilen Vossenack, Hürtgen, Kleinhau und Simonskall sollten sparsam mit Wasser umgehen.06:49 Uhr – Samstag, 15. AugustMehrere Löschhubschrauber bei Hürtgenwald erwartetMehrere Hubschrauber sollen am Morgen wieder in Hürtgenwald (Kreis Düren) eintreffen und die Löscharbeiten unterstützen. Die Piloten würden um 6 Uhr mit Tagesanbruch die Starterlaubnis bekommen und dann in Richtung des Waldbrandes fliegen, erklärte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar. Er rechnet damit, dass wieder fünf bis sechs Hubschrauber im Einsatz sein werden.In Hürtgenwald müssen die Helikopter dann noch für den Einsatz ausgerüstet werden. Teils muss ein sogenanntes „Bambi Bucket“, ein Sack zum Transport des Wassers, an den Maschinen befestigt werden. Nach einem Erkundungsflug und einer Lagebesprechung sollen sie dann Löschwasser über dem brennenden Wald abwerfen. Nachts konnten die Piloten nicht fliegen.06:23 Uhr – Samstag, 15. AugustHürtgenwald: Keine Ausbreitung des Brandes in der NachtDer Waldbrand bei der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. „Unsere Strategie für die Nacht ist aufgegangen“, sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar am frühen Morgen. „Wir konnten die Flanken halten.“Dies sei auch nur dank des Wetters möglich gewesen, führte der Kreisbrandmeister weiter aus. Es sei kaum ein Wind gegangen. Zeitweise soll es sogar komplett windstill gewesen sein. Die Flammen haben demnach noch immer einen Abstand von 150 bis 200 Meter zum Ortsteil Gey.nw/saha/ll/jho mit dpa/AFP
Waldbrände: ++ Wald entzündet sich nicht von allein“ – Ministerin will Lage nach Löscharbeiten neu aufrollen ++ - WELT
Ein Großbrand bei Hürtgenwald in der Eifel hält die Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Ministerpräsident Wüst will sich vor Ort ein Bild der Lage machen. Der Bundeskanzler telefonierte mit dem Landrat von Düren. Auch in anderen Regionen Deutschlands brennt es. Mehr im Liveticker.














