PfadnavigationHomePanoramaArtikeltyp:LivetickerFeuer im Hürtgenwald„Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht“ – Reul und Wüst besuchen WaldbrandgebietStand: 16:29 UhrHunderte Feuerwehrleute kämpfen in Hürtgenwald gegen den größten Waldbrand in Nordrhein-Westfalen. 2000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. „Bei Dunkelheit können die Löschhubschrauber nicht mehr helfen, und das war schwierig für die Einsatzkräfte“, berichtet WELT-Reporterin Greta Wagner.Ein Großbrand bei Hürtgenwald in der Eifel hält die Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Minister vermuten menschliches Verhalten als Brandursache. Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst äußerte sich. In anderen Regionen Deutschlands brennt es ebenfalls. Mehr im Liveticker.Mehrere Waldbrände wüten in Deutschland und weiteren Ländern Europas. Besonders gefährlich ist die Lage hierzulande in der Eifel: Das Feuer bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle.Alle Entwicklungen rund um die Waldbrände im Liveticker: 15:22 Uhr – Samstag, 15. August„Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht“, sagt NRW-Innenminister ReulNordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. „Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten“, sagte Reul am Samstag bei einem Besuch der Einsatzkräfte vor Ort. Einen Waldbrand wie im Hürtgenwald habe er noch nicht gesehen, sagte der CDU-Politiker: „Es ist ein Riesenfeuer.“ Reul dankte den Einsatzkräften aus Bund und Ländern sowie den Freiwilligen für ihren Einsatz. „1400 Leute aus Bund und Ländern, alle helfen mit – ich finde das grandios“, sagte er. Unverständnis zeigte Reul für Kritik, dass das Land Nordrhein-Westfalen keine eigenen Löschflugzeuge habe. „Diese Nörgeleien, ich habe keine Lust mehr darauf. Bitte nachher nörgeln, Ende, aus.“ Nun sei es das Wichtigste, das Feuer unter Kontrolle zu halten.NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei seinem Besuch im Waldbrandgebiet im HürtgenwaldQuelle: Federico Gambarini/dpa15:57 Uhr – Samstag, 15. AugustWüst: „Wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird“Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich im Lagezentrum von den Einsatzkräften über die aktuelle Situation informieren lassen. Danach sagte er: „Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann. Es besteht auch erste Hoffnung, dass die evakuierten Menschen aus der Ortschaft Gey bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können, wenn es weiter gut läuft“, so Wüst. Mit Blick auf leichten, einsetzenden Nieselregen vor Ort sagte er: „Jetzt kommen ein paar Tropfen Wasser, damit könnte dann ein bisschen auffrischender Wind verbunden sein. Also wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird.“ Wüst ergänzte: „Bisher ist kein Haus verloren gegangen.“ Es sei auch verhindert worden, dass Menschen zu Schaden gekommen seien. Er dankte allen Einsatzkräften, unter anderem für die Unterstützung des Bundes.NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst beim Besuch im WaldbrandgebietQuelle: Jana Rodenbusch/REUTERS15:05 Uhr – Samstag, 15. AugustBrand in Nordsachsen womöglich von Menschen verursachtBei einem Waldbrand im Landkreis Nordsachsen ist eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern beschädigt worden. Die Ursache des Feuers sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Es gebe aber Hinweise, dass der Brand durch Menschen verursacht worden sein könnte. Deswegen werde nun ermittelt. Der Waldboden war am Freitagnachmittag bei Doberschütz in Brand geraten. Mehrere Feuerwehren rückten an und verhinderten nach Polizeiangaben, dass sich die Flammen weiter ausbreiteten. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.14:49 Uhr – Samstag, 15. AugustDürener Landrat ist „sehr, sehr zuversichtlich“Der Dürener Landrat Ralf Nolten (CDU) hat sich zuversichtlich über die Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald geäußert. Er habe die Hoffnung, „dass wir heute, spätestes morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle“, sagte er. Er sei „sehr, sehr zuversichtlich“, dass der evakuierte Ortsteil Gey bald wieder freigegeben könne. Allerdings sage der Wetterdienst noch eine Gewitterzelle mit Sturmböen voraus. Hier müsse man die Entwicklung noch abwarten, so Nolten. „Das Fatalste, was wir machen könnten, wäre, dass wir sagen: Ihr könnt zurück! Und dann kommt die Gewitterzelle, und dann sagen wir anschließend: Nee, ihr müsst doch bis morgen warten.“13:33 Uhr – Samstag, 15. AugustMinisterin hält Fehlverhalten als Brandursache für möglichDie nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hält menschliches Fehlverhalten als Auslöser des Großbrandes im Hürtgenwald für möglich. „Es lässt sich jedenfalls nicht ausschließen“, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. „Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen, dass einiges dafür sprechen könnte.“ Wie belastbar dies sei, könne man jetzt nicht sagen. Die Löscharbeiten und die Sicherheit der Menschen stünden im Vordergrund. Wenn der Einsatz beendet sei, werde die Lage noch einmal in Gänze aufgerollt. „Aber festhalten kann man: Es ist nahezu immer menschliches Fehlverhalten die Ursache“, erläuterte Gorißen. „Der Wald entzündet sich nicht bei 38 Grad oder 40 Grad, die man draußen durchaus auch schon verzeichnen konnte in diesem Sommer, von alleine.“ In der Regel sei es eine weggeworfene Kippe oder dass jemand Glas liegen gelassen habe. Manchmal sei es auch Brandstiftung.Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, vor OrtQuelle: Federico Gambarini/dpa12:32 Uhr – Samstag, 15. AugustErstes Aufatmen, aber böiger Wind drohtVorsichtiges Aufatmen bei der Bekämpfung des größten Waldbrands in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen: Die Feuerwehr ist „sehr zufrieden“ mit dem bisherigen Erfolg des Löscheinsatzes. Aber es gibt noch einen Unsicherheitsfaktor: „Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein“, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen.Einsatz im HürtgenwaldQuelle: Sascha Thelen/dpa11:25 Uhr – Samstag, 15. AugustNachlöscharbeiten in GreimersburgNach einem Waldbrand bei Greimersburg im Landkreis Cochem-Zell laufen noch Nachlöscharbeiten. In dem wegen seiner landschaftlichen Schönheit auch bei Wanderern beliebten Enderttal hätten am frühen Freitagabend rund zehn Hektar Wald in Flammen gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Hinweise zu Verletzten gebe es nicht. Die Ursache des Feuers sei bisher nicht bekannt.10:21 Uhr – Samstag, 15. AugustWaldbrand zerstört Naturschutzgebiet in BelgienDurch einen Waldbrand in Naturschutzgebiet Hohes Venn im Osten Belgiens nahe der deutschen Grenze sind Behördenangaben zufolge bislang fast 850 Hektar Fläche zerstört worden. Die Löscharbeiten dauerten an, teilte der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, am Samstag im Onlinedienst Facebook mit. Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und hatte sich in der Nacht rasch ausgebreitet.09:47 Uhr – Samstag, 15. AugustMerz telefoniert mit Dürener LandratBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich über die aktuelle Lage in NRW informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten den Bundeskanzler am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch „ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt“. Der Bund habe zudem weitere Löschhubschrauber zur Verfügung gestellt, erklärte der Landkreis Düren. Damit stünden nun zehn Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung.09:20 Uhr – Samstag, 15. AugustLöscharbeiten bei Plauen laufen positivBeim Waldbrand im „Schwarzen Holz“ bei Plauen kommen die Löscharbeiten weiter voran. Die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort konnte inzwischen wie geplant reduziert werden, wie die Stadt mitteilte. Die Brandfläche habe sich nicht weiter ausgedehnt und liege unverändert bei rund sieben Hektar. Insgesamt zeichne sich die Entwicklung „vorsichtig positiv“ ab.nw/saha/ll/jho/lfb mit dpa/AFP