Diese Woche wird sich der Rhein wohl zweiteilen. In Kaub führt der Fluss noch zwölf Zentimeter Wasser. Bald wohl ist er nicht mehr durchgängig befahrbar, außer vielleicht für ein Schlauchboot. Wann hat es das schon mal gegeben, dass die wichtigste Wasserstraße Europas einfach mittendrin ausfällt? Man müsste meinen, dass so ein historisches Ereignis eine politische Reaktion auslösen würde. Was sagt etwa Bundeskanzler Friedrich Merz dazu, dass allein das Niedrigwasser im Rhein das Land in diesem Jahr 0,3 Prozent der Wirtschaftsleistung kosten könnte? Müsste er der Klimapolitik angesichts dieses zerstörerischen Sommers nicht oberste Priorität einräumen?
Klimakrise: Wir können das Wetter nicht beeinflussen? Eben doch
Die Erderwärmung kostet Wohlstand, sie müsste zur obersten Priorität werden. Stattdessen flüchtet sich die Bundesregierung in Fatalismus.












