Niedrige Pegelstände großer Flüsse bedrohen auch Ökosysteme. Der Bundesverkehrsminister plant trotzdem nur Maßnahmen für die Rettung der Wirtschaft.
Tiefer gelegt: Ein Tanker tuckert auf dem Rhein bei Oberwesel. Große Ladungen führen kann er derzeit nicht
Thomas Frey/dpa
Das Niedrigwasser in deutschen Wasserstraßen ist eine Folge des Klimawandels, das machte Steffen Bilger (CDU) am Donnerstag klar – klarer, als es wohl vielen seiner Parteikolleg:innen gelungen wäre. Und doch sieht der Bundesverkehrsminister in den niedrigen Pegelständen vor allem eine „konkrete Herausforderung für unsere Wirtschaft und unsere Versorgung“.
Kurzfristig will Bilger, noch frisch im Amt, dieser Herausforderung mit der Verlagerung von Gütertransporten vom Schiff auf die Straße und die Schiene begegnen. Dafür wolle etwa die Deutsche Bahn mehr Kapazitäten im Schienengüterverkehr bereitstellen, und für die Straße plant Bilger, das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen abzuschaffen. Wie genau das Verbot ausgesetzt wird, wolle er mit den Verkehrsminister:innen der Länder besprechen. Die seien schon jetzt weitgehend offen für seine Idee, so Bilger am Donnerstagnachmittag in Bonn.










