Premiere in Belgrad: Erstmals besucht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen serbischen Amtskollegen Alexander Vucic. Der gilt als Freund Russlands. Was verbindet die beiden Länder dennoch?

Selenskyj bei Vucic in Belgrad: Ein Freihandelsabkommen soll bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden

Darko Vojinovic/AP/dpa

dpa | Serbiens Regierung gilt als moskautreu, die Ukraine wird von Russland mit Krieg überzogen – trotzdem möchten beide Länder enger zusammenarbeiten. Darüber sprach der serbische Präsident Alexander Vucic mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj, der erstmals Belgrad besuchte. Es ging auch um den künftigen Weg beider Länder in die EU.

Eine militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine war kein Thema, wie Vucic bei einer Pressekonferenz betonte. Er verneinte, dass Serbien zusammen mit der Ukraine Drohnen bauen wolle. Eine derartige Kooperation sei allerdings mit Israel geplant, sagte Vucic. Vertreter der beider Länder unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Kooperation in Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit. Ein Freihandelsabkommen solle bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden, sagte Selenskyj. Er dankte auch humanitäre Hilfe Serbiens für den Medizin- und Energiebereich in der Ukraine.