Kann einen der eigene Erfolg zugrunde richten? Beim Liberalismus soll das der Fall sein, zumindest wenn man den Vertretern des Postliberalismus folgt. Letzterer ist eine relativ heterogene Theorie, deren Anhänger zunächst einmal eine Diagnose teilen: Der Liberalismus befinde sich seit Jahren im Siechtum. Sein Individualismus zerstöre soziale Bindungen und führe zur Vereinzelung; politische Entscheidungen würden zunehmend an Gerichte und Behörden ausgelagert, was zu einer Entpolitisierung und damit Entdemokratisierung führe; die neoliberale Marktwirtschaft lasse Ungleichheiten wachsen, der Reichtum konzentriere sich auf einige wenige Eliten.
Postliberalismus: Sie wollen den Liberalismus überwinden – was haben sie zu bieten?
Der Liberalismus hat sich in den Abgrund gesiegt. Das sagen zumindest die Postliberalisten. Doch was sie vorschlagen, könnte zum Einfallstor für Autoritäre werden.









