Zumindest als Publikationsgegenstand ist der Liberalismus höchst lebendig – Samuel Moyns Studie über den „Cold War Liberalism“ und die jüngsten Bücher von Alan Kahan, Cass Sunstein oder Adrian Wooldridge gehören alle in dasselbe Feld. Die meisten dieser Werke verfolgen die Absicht, mit den Verfehlungen liberaler Politik abzurechnen, oder, im Gegenteil, sie gegen ihre Verächter zu verteidigen. Seltener und doch interessanter sind jene Studien, die die Erforschung seiner Geschichte wirklich als Mittel der Erkenntnis gebrauchen. Eigentlich nur bei ihnen kann man etwas lernen, das über die eigenen normativen Überzeugungen hinausführt.
Krise des Liberalismus: Albrecht Koschorke Buch „Souveränität der Vernunft“
Der Liberalismus stellte einst Eigentum, Bildung und Teilhabe für alle in Aussicht. Ohne diese Zukunftsversprechen, so Albrecht Koschorke, wird er zur Ideologie einer Minderheit.










