Die Berliner Edition Tiamat ist in den vergangenen Jahren mit Publikationen aufgefallen, die progressive Gewissheiten hinterfragen, ohne dabei in wutbürgerliche Regression zu verfallen. Bücher von Caroline Fourest, Bruno Chaouat und Pascal Bruckner bürsten vorgeblich fortschrittliche Wahrheiten gegen den Strich, bleiben aber dem Gedanken der Aufklärung treu. Dass dieses Prinzip einer Critica Diabolis, wie die Reihe für derartige Formate heißt, produktiv sein kann, zeigt der jüngst erschienene Band „Vom Antisemitismus, der keiner sein will“. Mit ihm wagt sich der österreichische Romanautor und Essayist Richard Schuberth in die aufgewühlte Debatte des linken Antisemitismus – und damit mitten in das Drama der Palästina-Solidarität.
Richard Schuberth: Das Drama der Solidarität mit Palästina
Schonungslose Abrechnung mit dem eigenen Milieu: Richard Schuberths ungewöhnliches neues Buch „Vom Antisemitismus, der keiner sein will“.






