Rund 600 Jahre bevor in Ceuta innerhalb kürzester Zeit mehr als 70 000 Migranten ankamen und mindestens 75 Menschen auf dem Weg dorthin ihr Leben ließen, eroberte im Jahr 1415 Portugal die Stadt an der nordafrikanischen Küste: Es war das erste Mal, dass eine europäische Nation Land auf dem afrikanischen Kontinent einnahm. Die Eroberung Ceutas gilt als Beginn des europäischen Kolonialismus. 1688 trat Portugal die Stadt an Spanien ab, wozu sie bis heute gehört – nur deshalb war es den Migranten überhaupt möglich, auf dem afrikanischen Kontinent EU-Territorium zu betreten.