Nach einer Krisensitzung stellt sich das Fifa-Management hinter Präsident Gianni Infantino. Derweil wird bekannt, wie der den Fußball schon mal verkaufen wollte.

Weiter präsidial unterwegs: Gianni Infantino (Mitte) besteigt in Rabat eine Limousine

Die große Überraschung ist dann doch ausgeblieben. Gianni Infantino bleibt Präsident des internationalen Fußballverbands. Die Manager der Fifa, die Infantino zu einer Krisensitzung ins marokkanische Rabat bestellt hatte, stärkten ihm den Rücken. Auch Mattias Grafström, der Generalsekretär der Fifa, der noch vor einer Woche Infantino für dessen Investorenpläne kritisiert hatte, stellte sich demonstrativ hinter Infantino.

Wie groß die Unterstützung Infantinos in den Führungsgremien der Fifa wirklich ist, bleibt auch nach dem Treffen im Dunkeln. Denn bei Weitem nicht alle Fifa-Manager hatten sich auf den Weg nach Marokko gemacht, wo Infantino während des Afrika Cups der Frauen gerade Urlaub mit seiner Familie macht.

In einem von Grafström und Infantino unterzeichneten Brief an die Fifa-Präsidenten und die Mitglieder des Fifa-Councils, zu denen auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf gehört, heißt es, dass der Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder des Management Boards, ihre volle Unterstützung für Infantino zum Ausdruck gebracht hätten, „den einzigen Offiziellen, der von allen 211 Mitgliedsverbänden gewählt worden ist“.