Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Warum haben Blätter unterschiedliche Blattränder?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Verschwörungstheorien liefern oft einfache Antworten auf komplexe Fragen und versprechen Orientierung in einer unübersichtlichen Welt. In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es darum, warum solche Erzählungen für viele Menschen so überzeugend wirken, wer besonders anfällig dafür ist und weshalb Fakten allein selten ausreichen, um Überzeugungen zu verändern. Zu Gast ist der Psychologe Roland Imhoff.Warum Verschwörungstheorien so faszinierend sindVerschwörungstheorien erzählen oft spannendere Geschichten als die offizielle Erklärung. Statt Zufällen oder komplexen Zusammenhängen liefern sie scheinbar einfache Antworten mit klaren Helden und Bösewichten. Genau das macht sie für viele Menschen so attraktiv.Warum Menschen solchen Erzählungen Glauben schenken, erklären Forschende mit verschiedenen psychologischen Ansätzen. Einer geht davon aus, dass manche Menschen Informationen weniger kritisch bewerten und deshalb anfälliger für falsche Behauptungen sind. Ein weiterer betont das Bedürfnis nach Orientierung, Kontrolle und einfachen Erklärungen – besonders in unsicheren Zeiten. Nach einem dritten Ansatz wirken Verschwörungserzählungen deshalb überzeugend, weil sie bestehende Überzeugungen bestätigen und gut zum eigenen Weltbild passen.Wer besonders anfällig istMenschen, die einer Verschwörungstheorie zustimmen, glauben häufig auch anderen Verschwörungserzählungen eher. Die Forschung spricht deshalb von einer generellen Neigung zum Verschwörungsglauben. Begünstigt werden kann diese unter anderem durch ein geringes Gefühl von Kontrolle über das eigene Leben oder die Tendenz, auch in zufälligen Ereignissen Muster und verborgene Zusammenhänge zu erkennen.Oft heißt es, Krisen würden den Glauben an Verschwörungstheorien automatisch verstärken. Tatsächlich können Unsicherheit und Kontrollverlust dazu beitragen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild. So stieg der Verschwörungsglaube während der Corona-Pandemie insgesamt nicht eindeutig an.Wie man mit Betroffenen umgehen sollteVerschwörungserzählungen entstehen nicht immer aus echter Überzeugung. Manche werden gezielt verbreitet, um Desinformation zu streuen oder politische Ziele zu verfolgen. Andere entwickeln sich aus dem Versuch, komplexe Ereignisse zu erklären. Problematisch wird es, wenn aus Vermutungen vermeintliche Gewissheiten werden und einzelne Hinweise als Belege für weitreichende Behauptungen dienen. Wer Angehörige oder Freunde hat, die an Verschwörungstheorien glauben, sollte wertschätzend bleiben. Mit Fakten allein lassen sich tief verankerte Überzeugungen meist nicht verändern. Hilfreicher ist es, nachzufragen, die Beweggründe zu verstehen und gemeinsam darüber zu sprechen, woran sich verlässliche Informationen erkennen lassen. Ein wirksamer Schutz vor Verschwörungstheorien ist vor allem kritisches Denken. Dazu gehört, Informationen zu prüfen, verschiedene Quellen miteinander zu vergleichen und auch die eigenen Überzeugungen immer wieder zu hinterfragen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Warum glauben wir an Verschwörungstheorien? - WELT
Warum glauben Menschen an Verschwörungstheorien, obwohl belastbare Belege oft fehlen? Welche psychologischen Mechanismen dahinterstecken und wie man mit Betroffenen umgehen kann, erklärt der Psychologe Roland Imhoff.






