Außerdem geht es in dieser Folge um Biolumineszenz. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um das Gefühl der Hoffnungslosigkeit – und darum, warum wir manchmal aufhören zu handeln, obwohl wir eigentlich noch Einfluss auf unsere Situation hätten. Im Gespräch mit dem Neuropsychologen und Autor Dr. Jens Foell wird deutlich: Dieses Verhalten ist oft das Ergebnis sogenannter erlernter Hilflosigkeit. Wenn das Gehirn Kontrolle verlerntErlernte Hilflosigkeit entsteht, wenn Menschen oder Tiere wiederholt die Erfahrung machen, dass ihre Handlungen keinen Einfluss auf das Ergebnis haben. In solchen Situationen kann sich die Überzeugung festsetzen, grundsätzlich machtlos zu sein.Dieses Muster wurde erstmals in Experimenten beobachtet, bei denen Versuchstiere trotz vorhandener Fluchtmöglichkeiten passiv blieben. Übertragen auf den Menschen zeigt sich ein ähnlicher Effekt: Wer wiederholt scheitert oder keine Kontrolle erlebt, neigt dazu, auch in veränderbaren Situationen nicht mehr aktiv zu werden.Das Problem dabei: Die Wahrnehmung von Ausweglosigkeit entspricht nicht unbedingt der tatsächlichen Lage. Vielmehr handelt es sich um eine Interpretation des Gehirns, die das Verhalten stark beeinflusst.Hoffnungslosigkeit hat einen Platz im GehirnAuch neurobiologisch lässt sich dieses Phänomen nachweisen. Bestimmte Bereiche im Hirnstamm werden aktiv, wenn Menschen das Gefühl haben, keine Kontrolle mehr zu haben. Diese Aktivität steht im Zusammenhang mit dem Erleben von Hilflosigkeit und Resignation.Interessant ist dabei, dass diese Reaktion nicht zwingend davon abhängt, ob eine Situation objektiv ausweglos ist. Entscheidend ist vielmehr, wie sie wahrgenommen wird. Das Gehirn kann also gewissermaßen „Fehlalarm“ schlagen und Hoffnungslosigkeit signalisieren, obwohl Handlungsmöglichkeiten bestehen.Gleichzeitig gibt es im vorderen Teil des Gehirns Mechanismen, die gegensteuern können. Dort werden Pläne entwickelt und Handlungsoptionen bewertet. Wenn Menschen erkennen, dass sie Einfluss nehmen können, kann diese Aktivität die Gefühle der Hilflosigkeit abschwächen.Strategien gegen das Gefühl der OhnmachtUm aus der erlernten Hilflosigkeit herauszukommen, hilft es, die eigene Wahrnehmung bewusst zu hinterfragen. Eine zentrale Frage dabei ist: Ist die Situation wirklich ausweglos – oder fühlt sie sich nur so an?Ein möglicher Ansatz besteht darin, Probleme systematisch zu analysieren. Dabei kann es helfen zu unterscheiden, wie viel Einfluss man selbst hat, ob es sich um ein begrenztes oder umfassendes Problem handelt und wie veränderlich die Situation ist.Auch der Blick in die Vergangenheit kann unterstützen: Wer sich daran erinnert, ähnliche Situationen bereits bewältigt zu haben, kann neue Zuversicht gewinnen. Ebenso wichtig ist es, Hilfe von außen anzunehmen und die eigenen Emotionen einzuordnen, statt sie als objektive Realität zu interpretieren.Auf diese Weise lässt sich die Perspektive verschieben – und aus einem scheinbar ausweglosen Zustand wird wieder eine Situation mit Handlungsspielraum.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Wie Hoffnungslosigkeit entsteht – und wie wir da wieder rauskommen - WELT
Hoffnungslosigkeit kann sich überwältigend anfühlen. Doch dieses Gefühl spiegelt nicht immer die Realität wider. Häufig handelt es sich um ein psychologisches Muster, das wir erlernt haben. Was dabei im Gehirn passiert und welche Strategien helfen, erklärt ein Neuropsychologe.






