Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, warum wir gähnen.Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Kreativität – und darum, warum sie weniger angeborenes Talent ist, als viele glauben. Der Neurobiologe und Lernexperte Prof. Dr. Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig erklärt, welche Prozesse im Gehirn neue Ideen begünstigen.Kreativität bedeutet aus wissenschaftlicher Sicht, ein neues Problem auf eine Weise zu lösen, die sowohl funktional als auch überraschend ist. Entscheidend ist dabei nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin. Kreative Lösungen entstehen häufig, wenn gewohnte Denkmuster verlassen werden und Dinge aus einer anderen Perspektive betrachtet werden.Viele Menschen halten Kreativität für eine feste Eigenschaft: Einige seien kreativ, andere eben nicht. Forschungsergebnisse sprechen jedoch dagegen. Ob jemand kreativ arbeitet, hängt stark vom Umfeld und von Erwartungen ab. Wenn Menschen ermutigt werden, neue Wege auszuprobieren und Fehler akzeptiert werden, steigt die Wahrscheinlichkeit für originelle Lösungen deutlich.Warum Pausen für neue Ideen entscheidend sindEin wichtiger Faktor ist der Wechsel zwischen intensiver Konzentration und bewusster Distanz zum Problem. Zunächst hilft es, eine Fragestellung genau zu analysieren und erste Lösungsansätze zu entwickeln. Danach kann es sinnvoll sein, sich bewusst mit etwas anderem zu beschäftigen.Während dieser Pause arbeitet das Gehirn im Hintergrund weiter. Es bildet neue Verknüpfungen zwischen Informationen, oft über sogenannte assoziative Nebenwege. Deshalb berichten viele Menschen, dass ihnen Ideen plötzlich beim Spazierengehen, unter der Dusche oder am nächsten Morgen nach dem Schlafen kommen.Auch Gespräche spielen eine Rolle. Wer seine Gedanken anderen erklärt, ordnet sie automatisch neu. Kritische Rückfragen können zudem dabei helfen, ungeeignete Ansätze schneller zu erkennen. Da viele Ideen in der Praxis nicht funktionieren, gehört das Scheitern zum kreativen Prozess.Stress kann Kreativität fördern – Angst dagegen blockiertZeitdruck gilt häufig als Feind kreativer Arbeit. Tatsächlich kann Stress aber auch hilfreich sein. Entscheidend ist die eigene Einschätzung der Situation. Wenn Menschen glauben, ein Problem lösen zu können, stellen Stresshormone dem Gehirn zusätzliche Energie zur Verfügung. Deadlines können deshalb produktiv sein.Problematisch wird Stress erst, wenn er in Angst umschlägt. Dann blockieren Unsicherheit und Überforderung kreative Denkprozesse.Um Kreativität gezielt zu fördern, empfehlen Forschende mehrere Strategien: zunächst allein über eine Aufgabe nachdenken, bevor eine Gruppe diskutiert; Ideen im offenen Dialog kritisch prüfen statt sie vorschnell zu sammeln; und den Wechsel zwischen konzentriertem Arbeiten und bewussten Pausen einplanen.Der Mechanismus dahinter zeigt, dass kreative Einfälle selten Zufall sind. Vielmehr entstehen sie aus einem Zusammenspiel von Konzentration, Abstand und Austausch – ein Prozess, den das Gehirn oft fortsetzt, wenn wir längst mit etwas anderem beschäftigt sind.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.