Außerdem geht es darum, dass schlechte Laune auch einen evolutionsbiologischen Nutzen haben kann. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Die Komfortzone klingt nach Sofa, Kuscheldecke und heißem Tee – und im übertragenen Sinn ist sie genau das: ein Ort, an dem wir uns sicher fühlen, weil alles vertraut ist. Routinen geben Struktur, Entscheidungen fallen leicht, und das Leben scheint überschaubar. Doch was so angenehm wirkt, kann auf Dauer auch bremsen. Wer sich ausschließlich in der Komfortzone aufhält, läuft Gefahr, sich nicht weiterzuentwickeln und Chancen zu verpassen.In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erklärt die Verhaltenspsychologin Anja Göritz von der Universität Augsburg, warum die Komfortzone wichtig ist, wie sie uns Stabilität schenkt – und weshalb es trotzdem gesund ist, sie hin und wieder zu verlassen.Warum wir unsere Komfortzone liebenDie Komfortzone ist der Bereich, in dem wir uns sicher und souverän fühlen. Alles ist vertraut, Routinen geben Halt, und das Sicherheitsbedürfnis des Menschen ist erfüllt. Psychologisch betrachtet läuft hier alles reibungslos, Stress spielt kaum eine Rolle.Der kanadische Stressforscher Hans Selye unterschied zwischen zwei Formen des Stresses: einen Bereich völliger Ruhe ohne Druck, den Bereich des sogenannten Eustress, in dem moderate Anspannung anspornt und Wachstum ermöglicht, und schließlich den Distress, bei dem die Anforderungen die eigenen Ressourcen übersteigen. Die Komfortzone liegt zwischen diesen Bereichen – sie schützt vor Überforderung, kann auf Dauer jedoch auch Stillstand begünstigen.Wachstum beginnt in der LernzoneZwischen Sicherheit und Überforderung liegt die sogenannte Lernzone. Hier sind wir gefordert, aber nicht überfordert. Diese Phase des positiven Stresses – oft als „Eustress“ bezeichnet – kann motivierend wirken und das Selbstvertrauen stärken.Wer sich auf Neues einlässt, erlebt anfangs häufig Anspannung oder Nervosität. Gelingt es jedoch, eine Herausforderung zu bewältigen, stellt sich Zufriedenheit ein. Mit jedem Schritt, den man wagt, wächst das Gefühl von Kompetenz – und damit auch die Bereitschaft, sich weiteren Aufgaben zu stellen.In kleinen Schritten aus der RoutineUm die Komfortzone zu erweitern, braucht es keine radikalen Veränderungen. Schon kleine, bewusste Abweichungen vom Gewohnten können viel bewirken: ein anderer Arbeitsweg, ein neues Hobby oder das Wiederaufnehmen alter Kontakte. Entscheidend ist, den eigenen Bedürfnissen zu folgen und sich weder zu über- noch zu unterfordern.Wer regelmäßig Neues ausprobiert, dehnt seine Komfortzone allmählich aus und gewinnt dabei an psychischer Flexibilität. So entsteht langfristig ein größeres Gefühl von Freiheit und Selbstvertrauen – ohne das Bedürfnis nach Sicherheit zu vernachlässigen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.