Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Wie atmet ein Küken, solange es noch im Ei ist?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Männerfreundschaften gelten oft als oberflächlich oder wenig emotional. Doch stimmt das – oder ist es nur ein Klischee? In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es darum, wie viel Nähe tatsächlich in männlichen Freundschaften steckt und warum sie häufig anders gelebt werden als bei Frauen. Welche Rolle gemeinsame Aktivitäten spielen, warum vielen Männern das Sprechen über Gefühle schwerfällt und welche Bedeutung Freundschaften für die psychische Gesundheit haben. Zu Gast ist Steve Stiehler, Professor für Soziale Arbeit an der OST – Ostschweizer Fachhochschule.Nähe ohne große WorteMännerfreundschaften sind oft enger, als ihr Ruf vermuten lässt – sie funktionieren einfach anders. Nähe entsteht hier häufig nicht im Gespräch über Gefühle, sondern in gemeinsamen Aktivitäten: beim Sport, auf Reisen oder im Alltag. Gerade diese Situationen schaffen Vertrautheit, auch wenn Emotionen seltener direkt benannt werden.Ein zentraler Grund dafür liegt in der Sozialisation. Viele Männer lernen früh, Gefühle eher zurückzuhalten oder zu rationalisieren, statt sie offen auszusprechen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es an emotionaler Bindung fehlt, sie wird nur anders vermittelt. Intimität zeigt sich dann eher indirekt, etwa durch Verlässlichkeit, gemeinsame Erfahrungen oder Loyalität.Warum Freundschaften so wichtig sindFreundschaften sind ein zentraler Faktor für psychische Gesundheit – auch und gerade bei Männern. Sie bieten Halt, Orientierung und ein Gefühl von Sicherheit. Entscheidend ist dabei nicht nur tatsächliche Unterstützung, sondern schon die Gewissheit, im Ernstfall jemanden zu haben.Auffällig ist jedoch, dass Männer ihre Freunde oft anders einbinden. Sie suchen seltener aktiv Rat, nutzen Freundschaften aber, um Entscheidungen im Nachhinein zu bestätigen. Diese Form der Rückversicherung stabilisiert das eigene Handeln und stärkt das Selbstvertrauen.Wie Männerfreundschaften heute aussehenMännerfreundschaften sind heute vielfältiger als früher. Klassische, homogene Männergruppen lösen sich zunehmend auf, Freundeskreise sind häufiger gemischt und unterschiedliche Lebensrealitäten gehören selbstverständlich dazu. Das verändert auch die Art, wie Nähe entsteht und gelebt wird.Zugleich sind Männerfreundschaften oft funktional aufgeteilt: Für unterschiedliche Lebensbereiche gibt es unterschiedliche Freunde. Das kann stabilisierend wirken, weil nicht alle Erwartungen an eine einzelne Person geknüpft sind. Entscheidend bleibt die gemeinsame Zeit. Freundschaften entstehen nicht nebenbei, sondern durch geteilte Erlebnisse. Sind diese einmal vorhanden, können Beziehungen auch längere Phasen mit wenig Kontakt überstehen, ohne an Bedeutung zu verlieren.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.