Die italienische Großbank Banco BPM hat die Fusionsgespräche mit ​dem heimischen Konkurrenten Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) ‌für beendet erklärt. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss abzubrechen, teilte das Institut am Freitag mit.Banco BPM hatte Anfang Juni Gespräche über eine ​Fusion ‌auf Augenhöhe vorgeschlagen, die das nach Marktwert zweitgrößte Geldhaus Italiens geschaffen und jährliche Synergien vor Steuern von mehr als 1,1 Milliarden ‌Euro gehoben hätte. Das Institut war 2024 bei MPS eingestiegen, als die italienische ‌Regierung nach der Rettung die Reprivatisierung der ​Bank ‌abschloss. Dies hatte Erwartungen an ein ‌Zusammengehen ​der dritt- und viertgrößten Banken des Landes angeheizt.Banco BPM hatte die Offerte für Monte dei Paschi nicht beziffert. Es hatte lediglich geheißen, dass die fusionierte Bank auf einen gemeinsamen Börsenwert von mehr als 50 Milliarden Euro käme. Banco BPM selbst ist an der Börse rund 20 Milliarden Euro wert, woraus sich für Monte dei Paschi eine Bewertung von rund 30 Milliarden ergeben hätte.Kurz danach hatte allerdings die Turiner Großbank Intesa Sanpaolo ein unaufgefordertes Übernahmeangebot für MPS unterbreitet. Intesa Sanpaolo bietet 30,6 Milliarden Euro in bar und Aktien, MPS hält das Angebot für zu niedrig.