Rassismus und religiöser Fundamentalismus müssen gleichzeitig bekämpft werden. Gerade deshalb müssen wir aber beide Phänomene analytisch unterscheiden.

Gedenken an die Opfer nach dem islamistischen und queerfeindlichen Anschlag auf den CSD

Sebastian Christoph Gollnow/dpa

N ach dem islamistischen und queerfeindlichen Anschlag auf den CSD wurde die Tat von rechten Kräften schnell instrumentalisiert. Gleichzeitig entstand der Eindruck, wer auf Rassismus hinweist, relativiere den Islamismus – und wer den Islamismus kritisiert, spiele Rassismus herunter. Beides geht in die falsche Richtung.

Dass wir Rassismus und religiösen Fundamentalismus gleichzeitig bekämpfen müssen, steht außer Frage. Doch gerade deshalb müssen wir beide Phänomene analytisch voneinander unterscheiden. Nur so lassen sich die richtigen politischen Antworten entwickeln.