Das Wichtigste zum Start in das Wochenende: Betrüger erbeuten 1,5 Millionen Franken von Uber ++ Atomabkommen zwischen USA und Saudiarabien alarmiert Israel ++ Ausländerfeindliche Krawalle in Zürich vor 130 Jahren25.07.2026, 06.59 Uhr5 LeseminutenDas lesen Sie nur in der NZZ: Wer nach beschwerlicher Anreise die Antarktis erreicht, dem bleibt beim Anblick eines Orcas oder eines gewaltigen Eisbergs oft nur ein «Ooooh». Hinter dieser geballten Sprachlosigkeit steckt ein Gefühl, das Philosophen seit Jahrhunderten beschäftigt – und heute auch die Hirnforschung. Zur ReportageOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Wichtigste am WochenendeKriminelle haben mit einem Trick 1,5 Millionen Franken von Uber erbeutetMichael Buholzer / KeystoneDas ist passiert: Der Fahrdienstvermittler Uber ist in der Schweiz Ziel eines gross angelegten Betrugs geworden. Zwischen Mai und Juni 2021 hat eine Gruppe von Kriminellen rund 1,5 Millionen Franken von Uber erbeutet. Drei Strafverfahren gegen Geldwäscher konnten die Zürcher Ermittler abschliessen, drei weitere sind noch im Gang. Die Spur der ausgeklügelten Betrugsmasche führt zu Drahtziehern in Ägypten. Zum BerichtDas ist der Hintergrund: Für den Betrug nutzten die Kriminellen eine Lücke in der App von Uber. Dafür wurden fiktive Fahrten generiert, die anschliessend abgebrochen wurden. Das Geld für die Fahrten wurde daraufhin rückerstattet – und diese Rückerstattungen wiederum für weitere fiktive Fahrten genutzt, die dann an die vorgeblichen Fahrer ausgezahlt wurden. Die Gutschriften flossen schliesslich über diverse Konten ins Ausland.Darum ist es wichtig: Während Geldwäscher in der Schweiz bestraft werden, könnte der Uber-Coup der ägyptischen Kriminellen ungelöst bleiben. Die Zusammenarbeit der Zürcher Strafverfolger mit den ägyptischen Behörden funktioniert nur schleppend. Bis heute ist es gemäss Angaben der Staatsanwaltschaft zu keinen Festnahmen im Ausland gekommen.Israels Angst vor der saudischen AtombombeDas ist passiert: Das von US-Präsident Donald Trump angekündigte Nuklearabkommen zwischen den USA und Saudiarabien hat in Jerusalem zu Alarmstimmung geführt. Israel befürchtet, dass Saudiarabien zur nuklearen Schwellenmacht aufsteigen könnte, die fähig ist, mit einer politischen Entscheidung vergleichsweise rasch in ein militärisches Programm einzusteigen. Für Israel darf es in der Region nur einen Staat mit Kernwaffen geben, nämlich Israel. Zum «NZZ Pro»-BerichtDarum ist es wichtig: Noch herrscht Unklarheit über die Details des Abkommens. Am Donnerstag erklärte Trump, Saudiarabien müsse erst dem Abraham-Abkommen beitreten und seine Beziehungen zu Israel normalisieren. Ohne diesen Schritt werde es keine US-Kernkraft für das Königreich am Golf geben. Das «Wall Street Journal» berichtet jedoch, Trump habe Riad nicht zu einem Friedensschluss mit Israel gezwungen. Derzeit hüllt sich Riad in Schweigen.Das ist der Hintergrund: In Israel gibt es Stimmen die fürchten, dass eine Anreicherung von Uran auf saudischem Boden zu einem wahnwitzigen Wettrüsten im Nahen Osten führen könnte. Und obgleich das Programm als ziviles Programm gedacht sei, werde es letztlich in Atomwaffen münden. Die USA wären erstmals bereit, einem grossen arabischen Staat Zugang zu Technologien zu gewähren, die sich langfristig auch militärisch nutzen liessen.Was sonst noch passiert istVor 130 Jahren machte ein hundertköpfiger Mob in Zürich Jagd auf Ausländer: Vor der Jahrhundertwende schnellt der Ausländeranteil innert Kürze auf fast 30 Prozent hoch. In Zürichs Arbeitervorstadt eskalieren im Juli 1896 die Konflikte. Zum BerichtUkrainische Drohnen greifen das russische Hinterland an: Innerhalb einer Woche wurden zahlreiche Logistikzentren des Onlinehändlers Wildberries in Russland zerstört. Auch Benzin ist nach wie vor knapp. Der Krieg kommt der russischen Bevölkerung näher. Zum BerichtDas Rassemblement national in Frankreich ist längst keine Protestpartei mehr: Die Partei von Marine Le Pen und Jordan Bardella ist inzwischen mehrheitsfähig, sagt der französische Politologe Jean-Yves Camus. Das liege auch an ihrer Strategie der «Entkonfliktualisierung». Zum «NZZ Pro»-InterviewIn Bayern gibt es Fahrtraining für Menschen mit Behinderung: Tina Schmidt-Kiendl arbeitet als Instruktorin bei BMW in der Nähe von München. Sie zeigt Menschen mit Behinderung, wie sie ein hoch motorisiertes Auto sicher beherrschen und ein Stück Freiheit zurückgewinnen. Gleichzeitig vermittelt sie Fahrspass. Zum BerichtIn einem Spital in Schanghai stirbt ein Kind nach einer experimentellen Gentherapie: Die Sechsjährige hatte eine seltene Genmutation, die ihre motorische und geistige Entwicklung verzögerte. Die Forscher ignorierten bei der Behandlung offenbar Warnzeichen. Zum BerichtE-Autos sind leise, und das ist auch gut so: Manche Autohersteller wollen die Attraktivität von Elektroautos erhöhen, indem sie den Motorenlärm eines Verbrenners künstlich erzeugen. Das ist sinnfrei und komplett überflüssig. Zum KommentarDer 19-jährige Paul Seixas fährt an dieser Tour de France wie ein Routinier: Seixas nimmt dieses Jahr erstmals an der Tour teil. Das französische Supertalent verzichtet dabei auf Husarenritte und riskante Aktionen. Vielmehr wirkt er erstaunlich abgeklärt. Bei seinem Tour-Debüt beweist er: Mit ihm wird in Zukunft zu rechnen sein. Zum BerichtDas empfehlen wir fürs WochenendePhilip FroweinGefährdetes Kulturgut: Die Schweizer Freibäder wurden in den vergangenen Monaten zum Brennpunkt erklärt. Ausgerechnet ein Wintersportler beweist nun: Es geht auch anders. Besuch in der Sonnenberg-Badi in Herisau. Zur ReportageFaszination des Bösen: Seit Russland die Ukraine angegriffen hat, erlebt das Militärmuseum Full-Reuenthal einen regelrechten Ansturm und eröffnet bald eine neue Halle. Warum faszinieren Kriege die Menschen? Zur ReportageMoralische Frage: Medizinethiker in Deutschland wie auch in der Schweiz diskutieren seit Jahren, ob die Leihmutterschaft erlaubt werden sollte. Beide Länder entschieden sich erst vor kurzem erneut dagegen. Ein Grund: Leihmutterschaft gehört zu den kompliziertesten bioethischen Themen. Der Medizinethiker Giovanni Maio erklärt die moralischen Hürden. Zum InterviewGefährlicher Protektionismus: Manche haben aufgeatmet, als Donald Trump «nur» die angekündigten Zwangsarbeitszölle in Kraft gesetzt hat. Das ist kurzsichtig und gefährlich. Es zeigt, wie sehr man sich schon an die neue Normalität protektionistischer Schmerzen gewöhnt hat. Zum «NZZ Pro»-KommentarUnsere Empfehlung für «The Market»-AbonnentenDrei gefährliche Strömungen belasten die Finanzmärkte: Eskalation am Persischen Golf, steigende Zinsen an den Bondmärkten sowie wachsende Skepsis gegenüber dem Wettrüsten rund um das Thema künstliche Intelligenz: Für Investoren ist die Navigation schwierig geworden. Wo sind die sicheren Häfen? «The Big Picture» gibt einen Überblick. Zum BeitragBevor Sie weitergehen🎧 Hören: Patrick Zoll ist für die NZZ in Taiwan stationiert und berichtet vor allem über die Rivalität zwischen China und den USA. Nirgendwo anders treffen die beiden Grossmächte so direkt aufeinander. In «NZZ Akzent» schildert Zoll, wie sich die Bedrohung durch China im Alltag Taiwans anfühlt. Zum Podcast🎥 Sehen: Ohne Kaffee in den Tag zu starten, ist für viele von uns undenkbar. Doch der Klimawandel bedroht dieses Ritual: In den vergangenen drei Jahren hat sich der Preis für Kaffee auf dem Weltmarkt mehr als verdoppelt. «NZZ Format» stellt sich deshalb die Frage: Hat unser Morgenritual eine Zukunft? Zum Film🍴Geniessen: Chai mal anders: Bei diesem schnellen Rezept dient das aromatische Getränk als Basis einer köstlichen Dessert-Creme. Zum RezeptWir wünschen Ihnen einen guten Start ins WochenendeThomas Milz, Eva Casper und Maurice KoepfliDas Briefing erscheint wochentags um 6 und 17 Uhr. Samstags gibt es eine Wochenendausgabe um 7 Uhr.
Briefing am Samstagmorgen
Das Wichtigste zum Start in das Wochenende: Betrüger erbeuten 1,5 Millionen Franken von Uber ++ Atomabkommen zwischen USA und Saudiarabien alarmiert Israel ++ Ausländerfeindliche Krawalle in Zürich vor 130 Jahren






