Das Wichtigste zum Start in den Tag: Kritik an deutschem Fördergeld in Syrien ++ Israel nicht in Iran-Verhandlungen involviert ++ Musk plant offenbar Fusion von Tesla und SpaceX29.05.2026, 05.55 Uhr5 LeseminutenDas lesen Sie nur in der NZZ: Die Gemeinde Morawa liegt rund 300 Kilometer nördlich von Perth im australischen Teilstaat Western Australia. Sie hat rund 600 Einwohner – und geschätzt Millionen von Mäusen. Denn Morawa ist das Epizentrum einer Mäuseplage, die seit Wochen im Weizengürtel von Western Australia grassiert. Egal, was man unternimmt – ständig kommen neue. Es ist eine Sisyphusarbeit, sagt die Gemeindevorsteherin: «Die Bewohner sind mit ihren Nerven am Ende». Zur ReportageOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Wichtigste am MorgenVon Zahlungen des Auswärtigen Amts könnten auch syrische Islamisten profitiert habenDas ist passiert: Laut nun veröffentlichten Prüfberichten des Bundesrechnungshofs aus dem Jahr 2019 soll das Auswärtige Amt zwischen 2013 und 2016 gegen geltende Vorschriften verstossen haben. Es habe die Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland (IRD) mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert, obwohl sie schon damals im Verdacht des Extremismus stand. Später habe das Aussenministerium versucht, die Verantwortung dem Innenministerium in die Schuhe zu schieben. Zum BerichtDarum ist es wichtig: IRD soll Projekte in Syrien mit Partnerorganisationen umgesetzt und «im Blindflug» Geld verteilt haben. Es sei davon auszugehen, dass Islamisten der Al-Nusra-Front «einen Teil dieser Gelder eingetrieben» hätten, sagt die Terrorismusexpertin Rebecca Schönenbach. Sie äussert den Verdacht einer «indirekten Terrorfinanzierung». Das Auswärtige Amt teilt der NZZ mit, es habe «Anforderungen in der Zusammenarbeit mit Zuwendungsempfängern» inzwischen verschärft.Donald Trump will ein Abkommen mit Iran erzwingen – ignoriert er dabei Israels Interessen?Das ist passiert: Bei den Verhandlungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist Israel nicht in den diplomatischen Prozess involviert. Dabei hatte der jüdische Staat diesen Krieg gemeinsam mit den USA begonnen und immer wieder die hervorragende Kooperation betont. Nun häufen sich jedoch Berichte, wonach Jerusalem in den Verhandlungen nichts zu melden habe – und stattdessen einen Diktatfrieden befürchte, durch den Iran wieder erstarken könnte. Hört Donald Trump noch auf Israel? Zum «NZZ Pro»-BerichtDarum ist es wichtig: In Jerusalem heisst es warnend, das derzeit diskutierte Abkommen käme einem Sieg Irans gleich. Dennoch äussert Premierminister Benjamin Netanyahu seine Bedenken nicht öffentlich. Das dürfte vor allem innenpolitische Gründe haben: Spätestens im Oktober wird in Israel gewählt, und dabei dürfte es für Netanyahu laut Umfragen eng werden. Er will, dass Trump ihn im Wahlkampf unterstützt.So schlägt sich Donald Trump: Remigi Winzap kennt sich mit schwierigen Verhandlungen aus. Der frühere Schweizer Botschafter bei der WTO sagt, im Iran-Krieg mache Trump vieles falsch. Er ignoriere Amerikas Stärken völlig. Teheran hingegen spiele seine Trümpfe geschickt. Zum «NZZ-Pro»-InterviewDas sagen die Experten: Über die Situation in Iran und darüber hinaus haben am Mittwoch beim NZZ-Podium Kijan Espahangizi, Historiker und Iran-Experte, Melody Sucharewicz, Beraterin für politische Kommunikation und Strategie, und Jonas Roth, Auslandredaktor bei der NZZ, diskutiert. Fest stand für sie: Irans Regime und dessen Verbündete sind wohl so geschwächt wie nie. Sie kritisierten die europäische Passivität. Zum BerichtWas sonst noch passiert istMusk plant offenbar eine Fusion von Tesla und SpaceX: Nach dem für Juni geplante Börsengang von Elon Musks Raumfahrt- und KI-Unternehmen SpaceX könnte so ein Konglomerat mit einem Wert von über 3 Billionen Dollar entstehen. Dank speziellen Stimmrechten hätte der Multimilliardär wohl die absolute Kontrolle. Zum BerichtDie EU möchte noch nicht bestimmen, wer mit Putin verhandeln soll: Zahlreiche Namen kursieren zur Frage, wer im Falle ernsthafter Ukraine-Friedensverhandlungen Europas Interessen gegenüber Russland vertreten könnte: Mario Draghi, Angela Merkel, Alexander Stubb oder Jean-Claude Juncker. Zuerst will die EU aber rote Linien festlegen. Zum Bericht15 Jahre Haft für Islamisten wegen geplanten Anschlags auf Taylor-Swift-Konzert: Der IS-Anhänger hatte in Wien ein Attentat auf ein Konzert der Sängerin geplant und versucht, eine Bombe zu bauen. Die Geschworenen befanden den 21-jährigen Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln auch der Beihilfe zu einem Mordversuch in Mekka für schuldig. Zum BerichtDas empfehlen wir heuteFoto: Zinyange Auntony / Bloomberg / GettyDigitale Menschenrechte: Anfang Mai hätte die «Rights Con» stattfinden sollen. Es ist die grösste Konferenz für Menschenrechte im digitalen Zeitalter. Doch das diesjährige Gastgeberland Sambia sagte die Konferenz wenige Tage vor ihrem Beginn ab. Es heisst, China habe interveniert. Bulelani Jili ist Experte für Technologie und die Beziehungen zwischen China und Afrika. Er erklärt, wie eng Sambia und China verbandelt sind. Zum InterviewHohes Lösegeld: 2011, auf dem Höhepunkt der Piraterie, verübten somalische Piraten noch Hunderte Angriffe und verursachten Kosten in Milliardenhöhe. Militärische Operationen an Land und auf See schienen ihrem Treiben ein Ende gesetzt zu haben. Nun kehren die Seeräuber zurück. Sie operieren mit Hightech und fahren Hunderte Kilometer aufs offene Meer hinaus, um lukrative Ziele zu finden. Von ihrem Erstarken profitiert auch Iran. Zum HintergrundKrise in der Textilindustrie: Die Arbeiter von Surat sind es gewohnt, mit Unsicherheit zu leben. Der Grossteil der Beschäftigten im Textilzentrum an der Westküste Indiens hat keinen Vertrag, keine Krankenversicherung und keinen Unfallschutz. Doch nun verlassen sie die Stadt zu Hunderttausenden. Wegen des Iran-Kriegs haben sie kein Gas mehr zum Kochen. Kaum eine andere Stadt in Indien hat die Engpässe bei Öl und Gas so heftig getroffen. Zur «NZZ Pro»-ReportageUnsere Empfehlung für «The Market»-AbonnentenDas unbeliebte Königreich bietet Chancen: Das Vereinigte Königreich steckt in der Krise, der amtierende Premierminister Keir Starmer steht politisch massiv unter Druck. Der Zeitpunkt, in britische Aktien zu investieren, könnte gerade deshalb ideal sein. Denn die Bewertungen sind attraktiv. Zur AnalyseBevor Sie weitergehen🎧 Hören: Für Paul werden die alltäglichsten Eindrücke zu einem faszinierenden Schauspiel, wenn er aufgrund des Psilocybins Halluzinationen hat. Das beschreibt er in «NZZ Quantensprung». Der Trip mit dem Psychedelikum soll Paul helfen, endlich seine Depressionen zu besiegen. Es gibt zunehmend wissenschaftliche Hinweise darauf, dass therapeutische Sitzungen mit Psychedelika langfristig zu mehr Zufriedenheit führen können. Was ist da dran? Zum Podcast🎶 Lauschen: Paul McCartney ist ein brillanter Selbstvermarkter. Sollte das neue Album «The Boys of Dungeon Lane» den Abgang des 83-jährigen Ex-Beatle markieren, so wäre dies ein würdiges, aber nicht gänzlich überzeugendes Abschiedswerk. Zur RezensionWir wünschen Ihnen einen guten Start in den Freitagmorgen.Ulrike Putz, Klaus Bardenhagen und Lillybelle EiseleDas Briefing erscheint wochentags um 6 und 17 Uhr. Samstags gibt es eine Wochenendausgabe um 7 Uhr.
Briefing am Freitagmorgen
Das Wichtigste zum Start in den Tag: Kritik an deutschem Fördergeld in Syrien ++ Israel nicht in Iran-Verhandlungen involviert ++ Musk plant offenbar Fusion von Tesla und SpaceX






