Sie liegen in schicken Altbauten oder alten Steinhäusern und setzen auf Nähe statt auf Grösse: Fünf Hotels in Griechenland, die Reisenden einen authentischen Zugang zu ihrer Region eröffnen.Wem die Anonymität grosser Hotelpaläste missfällt, für den sind Minihotels die perfekte Alternative. Wo es wenige Zimmer gibt, gibt es auch wenig Personal, und dieses kennt seine Gäste oft noch beim Namen. Es gibt keine unpersönlichen Frühstücksräume, sondern gemütliche Salons oder verwunschene Terrassen. Keine lauten Cocktail-Lounges, sondern intime Honesty-Bars. Keine Standardempfehlungen, sondern persönliche Tipps. Man fühlt sich wie bei guten Freunden zu Gast, hat aber mehr Privatsphäre und einen besseren Service.Wer lieber in persönlichem als in anonymem Ambiente übernachtet, findet hier fünf besonders schöne Beispiele:Athen: Monsieur DidotDas prächtige, denkmalgeschützte Stadthaus am Rande des schicken Viertels Kolonaki wurde als Wohnsitz des gleichnamigen Monsieur Didot konzipiert – eines fiktiven neoklassizistischen Aristokraten, dessen Residenz zahlende Gäste in einer Welt herrschaftlicher Eleganz mit eklektischem, kosmopolitischem Flair empfängt. Vestibül, hohe Decken, versteckte Terrassen, Geheimgänge, bemalte Stuckdecken und mit Pflanzen, Büchern und Kunstwerken dekorierte Räume vermitteln ein wunderbar privates und intimes Wohngefühl. PD Im prächtigen Stadthaus vermitteln hohe Decken, versteckte Terrassen und Stuckdecken ein elegantes und doch intimes Wohngefühl. Das «Didot» ist eher eine Pension als ein Hotel: Es gibt nur sechs lichtdurchflutete Gästezimmer mit breiten Holzbetten, bequemen Sofas, antiken Schreibtischen und modernen Bädern, aber keine Gemeinschaftsräume ausser einer kleinen Bibliothek und einer Dachterrasse. Zimmerservice wird trotzdem geboten: Hausgemachte Snacks können zwischen 11 und 19 Uhr aufs Zimmer oder an einen der runden Marmortische auf der Dachterrasse bestellt werden. Stammgäste bringen selbst eine Flasche Wein und ein paar Stücke griechischen Käse mit. Das Frühstück ist ein Festmahl, das am Vorabend ausgewählt und zur gewünschten Zeit serviert wird.Informationen: monsieurdidot.com, DZ ab 234 Euro.Kardamili: Zen Rocks ManiDas vor knapp zehn Jahren eröffnete «Zen Rocks Mani Retreat» steht zwischen knorrigen alten Olivenbäumen hoch über der Küste auf der Halbinsel Mani, dem mittleren und schönsten «Finger» des Peloponnes im Süden Griechenlands. Die Aussicht des Hotels ist grandios: grüne Hügel, knallrosa Oleander und das tiefe Blau von Himmel und Mittelmeer. Das «Zen Rocks Mani Retreat» bietet eine grandiose Aussicht auf grüne Hügel und das tiefe Blau von Himmel und Mittelmeer. PD Es gehört der Griechin Vivi Letsou und wurde als friedvolle, freundliche und fröhliche Rückzugsmöglichkeit errichtet. Die ganz für sich gelegene Anlage besteht aus insgesamt zwölf Zimmern/Studios, die sich auf vier schöne Natursteinhäuser mit Gemeinschaftsküche, hohen Balkendecken, makellos weiss getünchten Wänden und massgefertigtem, schlicht-schönem Holzmobiliar sowie zwei einfachere Einzelhäuschen verteilen. PD Die ganz für sich gelegene Anlage besteht aus insgesamt zwölf Zimmern und Studios. Hinzu kommen eine rundum offene Restaurantterrasse, beste vegetarische Küche, ein Pool und eine zauberhaft-wilde Gartenlandschaft.Informationen: zenrocksmaniretreat.com, DZ ab 220 Euro.Tinos: PnoesEs muss nicht immer Mykonos sein. Eine nahe gelegene, wenn auch wenig bekannte Alternative ist Tinos. Die vom Massentourismus noch nahezu unberührte Kykladen-Insel wird von einem gemächlichen Tempo sowie von Natur, Meer und Wind geprägt. Selbst wenn das vor vier Jahren eröffnete «Pnoes Tinos» den Bekanntheitsgrad der Insel steigern dürfte, wird dies die Ruhe kaum stören – denn dieses stilvolle Refugium verfügt lediglich über drei Villen. Sie sind das Werk des griechischen Architekturbüros Aristides Dallas Architects und stellen eine moderne Interpretation des klassischen griechischen Weiss-auf-Weiss-Looks dar. Jede Villa ist eine in sich geschlossene Wohneinheit mit zwei Schlafzimmern, schattigen Terrassen und einem eigenen Pool. Drumherum entfalten sich Bio-Gärten und ein paar minimalistisch gestaltete Gemeinschaftsbereiche. Das stilvolle Refugium «Pnoes» verfügt lediglich über drei Villen. PD Klare Linien, ansprechende Materialien und raffinierte, aber einfache Details schaffen eine Designsprache, die sich in die Umgebung einfügt. Weiss getünchte kubische Formen mit schwereloser Anmut widerspiegeln die geschichtsträchtige Bauweise der Kykladen, Steinmauern stehen im Wechselspiel mit Stahl- und Holzdetails sowie grosszügigen, luftigen Öffnungen. Alle Möbel sind massgefertigt und legen den Fokus auf lokale Handwerkskunst, rustikales Holzdekor, warme Naturfarben und natürliche Stoffe. PD Die Zimmer sind mit klaren Linien, ansprechenden Materialien und raffinierten Details gestaltet und fügen sich so in die Umgebung ein. Nur zehn Gehminuten von den mit Tamarisken gesäumten Sandstränden von Agios Fokas und eine kurze Autofahrt von Chora, der Hauptstadt der Insel, entfernt, bietet «Pnoes Tinos» mehr als einen schönen Rückzugsort: ein stilles Wunder mit Dörfern, die von einer reichen und sehr lebendigen Geschichte zeugen. Jede Villa ist eine in sich geschlossene Wohneinheit mit zwei Schlafzimmern, schattigen Terrassen und einem eigenen Pool. PD Informationen: pnoestinos.gr, Villa ab 340 Euro. Athen: The Foundry SuitesDer Blick aus dem hohen Fenster geht auf blühende Bougainvilleen, üppiges Grün und die Balkone und Dachterrassen der Nachbarhäuser. Das im Jahr 1930 errichtete Gebäude, in dem sich zunächst eine Giesserei, dann eine Druckerei und später ein Kulturzentrum befanden, steht in einer ruhigen Ecke des historischen Stadtteils Psyrri, der für sein ausuferndes Nachtleben bekannt ist. Die edle Einkaufsstrasse Ermou und der Monastiraki-Flohmarkt sind nur einen Steinwurf entfernt. PD Die zwölf Suiten sind mit schönen Holzböden, hohen Decken und einer perfekt ausgestatteten Kitchenette ausgestattet. Die zwölf unterschiedlichen, ausgesprochen grosszügig geschnittenen Suiten sind mit schönen Holzböden, hohen Decken, viel Sichtbeton und einer perfekt ausgestatteten Kitchenette ausgestattet. Bücher erinnern an die Vergangenheit der Räume, der altmodische Koffer-Plattenspieler ist mit Bluetooth-Verbindung versehen, Lampen, Sessel und Tische sind echte Vintage-Stücke, und die Klimaanlage wurde nicht verschämt in die Wand verbaut, sondern schwebt wie ein Edelstahl-Ufo von der Decke. Einige Suiten bieten private Terrassen, andere sind zweistöckig oder 60 Quadratmeter gross und für vier Personen konzipiert. Die zauberhafte, dschungelgrüne Dachterrasse mit langen Holztischen, intimen Sitzecken und Blick auf die Akropolis. PD Über all dem thront eine zauberhafte, dschungelgrüne Dachterrasse mit langen Holztischen, intimen Sitzecken und Blick auf die Akropolis. Hotelgäste bekommen hier morgens einen liebevoll gefüllten Frühstückskorb serviert. Abends sitzen Athens Insider bei Apollon-, Artemis- oder Athena-Cocktails und knuspriger, hausgemachter Pizza zusammen und geniessen die coole Musik und den Blick auf das Lichtermeer der Stadt.Informationen: thefoundrysuitesathens.com, Suite ab 189 Euro.Leros: Villa ClaraNur 90 Minuten mit der Fähre vom benachbarten Kos entfernt, wirkt Leros wie ein gut gehütetes Geheimnis unter Griechen, Griechenland-Fans und der internationalen Jachtgemeinde. Die kleine Insel schwimmt im Dodekanes-Archipel in der südlichen Ägäis, kurz vor der Küste der Türkei, und blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Unter anderem diente sie Mussolini als Marinestützpunkt – die in dieser Zeit errichteten Art-déco-, Modernismus- und Bauhaus-Gebäude stehen bis heute und erinnern eher an ein verblasstes Miami als an eine Mittelmeerinsel. Die kleine Insel Leros ist (noch) ein gut gehütetes Geheimnis unter den Griechen. PD Die leuchtend gelbe, denkmalgeschützte und neoklassizistische «Villa Clara» gehört nicht zufällig zur kleinen, feinen Plattform der «Pretty Hotels». Sie liegt nur eine Minute vom Meer entfernt zwischen den pastellfarbenen Häusern des Hafens von Agia Marina und wird vom französisch-libanesischen Paar Marie-Hélène und Olivier Goudon als Bed and Breakfast für Individualisten betrieben.Das Ganze wirkt weniger wie ein traditionelles Hotel, sondern mehr wie ein gemütliches Privathaus mit einem Garten voller Zitronenbäume und sechs grosszügigen Gästezimmern, die mit hohen Decken, alten Holzböden, mundgeblasenen Damaszener Kronleuchtern und Kunstwerken von libanesischen, griechischen und internationalen Künstlern punkten. Die «Villa Clara» wirkt weniger wie ein traditionelles Hotel, sondern mehr wie ein gemütliches Privathaus. PD Jeden Morgen serviert der Hausherr und ehemalige Pâtissier ein sensationelles Frühstück. PD Es gibt ein in zarten Pastellfarben gehaltenes Wohnzimmer mit vielen Büchern und gemütlichen Sofas, das sich abends oft in ein privates Kino verwandelt. Im Garten steht eine kleine Gästebar für den Sundowner, und jeder Tag beginnt mit einem sensationellen Frühstück, das der Hausherr, einst Chef-Pâtissier im Pariser Drei-Sterne-Restaurant Grand Véfour, persönlich zubereitet.Informationen: villaclara.fr, DZ ab 120 Euro. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Minimalistisch und umgeben von Olivenhainen: 5 stilvolle Kleinhotels in Griechenland
Sie liegen in schicken Altbauten oder alten Steinhäusern und setzen auf Nähe statt auf Grösse: 5 Kleinhotels in Griechenland.









