Die Stadt will nur noch halb so viele E-Trottinetts in Zürich – Linke fordern strengere RegelnStatt acht sollen künftig drei Unternehmen E-Fahrzeuge anbieten dürfen. Die Linken fordern noch mehr Massnahmen.24.07.2026, 05.00 Uhr2 LeseminutenIn Zürich soll es künftig nur noch 3000 Leihfahrzeuge geben.Christian Beutler / KeystoneWild abgestellte E-Trottinetts gehören in Zürich zum Stadtbild. Sie stehen an Kreuzungen, im Ausgehviertel, auf Quartierstrassen. Für viele Zürcherinnen und Zürcher sind die Trottis ein Ärgernis, weil sie Wege versperren oder lange liegen gelassen werden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Mit insgesamt 7350 Leihfahrzeugen ist das Angebot in der Stadt gross. Zwei Drittel davon sind E-Trottinetts, der Rest entfällt auf E-Bikes und E-Mopeds. Verliehen werden sie von acht Unternehmen. Nun will die Stadt das Angebot stark einschränken, wie die Tamedia-Zeitungen berichten. Künftig will sie nur noch drei Anbieter mit je 1000 Fahrzeugen erlauben. Diese sollen ausserdem nur noch an fix definierten Stationen abgestellt werden dürfen: im Kreis 1 sowie in der Nähe von Bahnhöfen.Zur Debatte steht ausserdem, wie die Stadt mit den wild parkierten Trottis verfahren soll. Heute sind die Anbieter angehalten, falsch abgestellte Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden abzuholen. Passiert dies nicht, sammelt die Stadt sie ein. Die Verleihdienste können die Fahrzeuge gegen eine Gebühr von 50 Franken wieder einlösen.Einige Unternehmen haben inzwischen selbst Massnahmen gegen das Wildparkieren ergriffen. Seit Mai schickt Lime zweimal täglich Fusspatrouillen an heikle und «stark frequentierte Standorte», um zu überprüfen, ob ihre E-Trottis und E-Bikes korrekt abgestellt sind. Kontrolliert wird dort, wo es in der Vergangenheit wiederholt zu Beschwerden gekommen ist.Dafür arbeitet Lime mit dem Züriwerk zusammen, einer Stiftung für Menschen mit einer Behinderung. Wie Lime mitteilt, ist die Zahl der «Beschlagnahmungen» durch die Stadt Zürich seit Projektbeginn deutlich zurückgegangen.Und Anfang Monat haben fünf Anbieter die Onlineplattform «Trotti-Melder» für die ganze Schweiz lanciert. Dort können falsch parkierte Fahrzeuge samt Fotos und GPS-Daten gemeldet werden.Den Linken genügen die heutigen Regelungen nicht.Die AL wünscht sich einen «systematischen, dauerhaft eingerichteten Entfernungsdienst» der Stadt, der falsch abgestellte E-Trottis «unmittelbar und ohne vorgängige Fristansetzung» entfernt. Für die Kosten dieses Dienstes sollen die jeweiligen Anbieter aufkommen.SP und Grüne verlangen in einem Vorstoss Stationen für Leihfahrzeuge auf dem ganzen Stadtgebiet und nicht wie vorgesehen nur im Kreis 1. Nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in allen anderen Kreisen sei der Ärger über wild abgestellte E-Trottis gross, so die Begründung. «Wo nötig» sollen die Stationen auf Autoparkplätzen realisiert werden.Eine Forderung, die die Bürgerlichen nicht goutieren dürften – sie wehren sich gegen den Abbau von Parkplätzen.Passend zum Artikel