PfadnavigationHomePanoramaSechsfachmord von StadeNach Suizid von Verdächtigem – CDU sieht „Kontrollverlust“ und attackiert Behörden scharfStand: 01:36 UhrLesedauer: 3 MinutenNach dem Sechsfachmord in einem Mutter-Kind-Heim in Stade hat sich der mutmaßliche Täter in der JVA Bremervörde offenbar das Leben genommen. „Gefängnisse haben durchaus die Möglichkeit Suizide zu verhindern“, sagt Autor Christoph Lemmer.Nach dem Tod des mutmaßlichen Sechsfachmörders von Stade wird heftige Kritik am niedersächsischen Justizministerium laut. Laut CDU-Politikerin Carina Hermann hätte der Verdächtige rund um die Uhr überwacht werden müssen. Sie sieht im Ministerium eine „Häufung von Pannen“.Nach dem Suizid des mutmaßlichen Sechsfachmörders von Stade in Untersuchungshaft mehrt sich die Kritik am Umgang der Behörden mit dem 45-Jährigen. Die CDU griff die niedersächsische Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD) scharf an. Sollten Berichte zutreffend sein, wonach der Mann bereits nach seiner Festnahme Suizidabsichten geäußert haben soll, sei nicht erklärbar, wie es dazu kommen konnte, erklärte die parlamentarische Geschäftsführerin der CDU-Landtagsfraktion, Carina Hermann, am Dienstag in Hannover.Nach Recherchen des „Spiegel“ sagte der Mann nach der Tat, er habe sich selbst mit seiner Waffe erschießen wollen, aber keine Munition gehabt. Dem Magazin zufolge soll es dem Häftling gelungen sein, sich unbemerkt mithilfe eines Oberbekleidungsstücks in seiner Zelle zu erhängen. Aus Justizkreisen hieß es, es werde untersucht, ob der Raum videoüberwacht überwacht wurde.Hermann sagte laut dem „Spiegel“, der Verdächtige hätte „als akut suizidgefährdeter Häftling rund um die Uhr beobachtet werden müssen“. Warum das offenbar nicht der Fall war, werde nun untersucht, teilte das Justizministerium in Hannover mit.Die CDU-Politikerin forderte den niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies (SPD) auf, zu handeln. Es gebe eine „Häufung von Pannen und nicht erklärbaren Vorgängen“ im Justizressort. Lies dürfe dem „Kontrollverlust“ dort nicht länger zusehen, erklärte Hermann. „Wenn er jetzt nicht eingreift und für klare Führung sorgt, werden aus den Problemen seiner Justizministerin endgültig seine eigenen.“Ermittlungen zur Tat werden fortgesetztDer 45-jährige Verdächtige hatte sich in der Nacht zum Dienstag und damit rund drei Wochen nach der Tat in einer Jugendhilfeeinrichtung in Untersuchungshaft das Leben genommen. Der Mann soll in einem Sorgerechtsstreit sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung und des Jugendamts erschossen haben. Lesen Sie auchDie Ermittlungen zur Tat werden trotz des Suizids fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft arbeitet weiter an der Aufklärung von Abläufen und Hintergründen der Tat, wie eine Sprecherin mitteilte. Auch gegen die Partnerin des mutmaßlichen Schützen und die Fahrerin des Fluchtwagens wird demnach ermittelt.Hermann erklärte, mit dem Suizid des Tatverdächtigen werde den Angehörigen der Getöteten die Chance genommen, die vollständige strafgerichtliche Aufarbeitung der Tat zu erleben. Sie forderte Wahlmann auf, lückenlos darzulegen, wann welche Hinweise auf eine mögliche Selbstgefährdung vorlagen, wie diese bewertet wurden, welche Schutzmaßnahmen angeordnet waren und ob sie tatsächlich eingehalten wurden.Haben Sie suizidale Gedanken, oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.AFP/luwi
Stade: „Hätte rund um die Uhr beobachtet werden müssen“ – CDU attackiert Behörden nach Suizid von Verdächtigem - WELT
Nach dem Tod des mutmaßlichen Sechsfachmörders von Stade wird heftige Kritik am niedersächsischen Justizministerium laut. Laut CDU-Politikerin Carina Hermann hätte der Verdächtige rund um die Uhr überwacht werden müssen. Sie sieht im Ministerium eine „Häufung von Pannen“.











