Der Mann, der in Stade sechs So­zi­al­ar­bei­te­r*in­nen in einer Mutter-Kind-Einrichtung erschoss, ist tot in seiner Zelle aufgefunden worden.

Blick in einen Haftraum in der Justiz-Vollzugsanstalt Bremervörde, Niedersachsen

Carmen Jaspersen/dpa

Der Täter von Stade ist tot. Das teilte das niedersächsische Justizministerium am Dienstagmittag mit. Der Pressemitteilung zufolge wurde er morgens um 6 Uhr bei der üblichen Lebendkontrolle in seiner Einzelzelle tot aufgefunden. Sein Körper sei da schon erkaltet gewesen, ein Notarzt habe den Tod durch Strangulation festgestellt. Die Ermittlung der genauen Umstände laufe noch, bisher gäbe es aber keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Der 45-Jährige saß in der JVA Bremerförde in Untersuchungshaft, weil er dringend tatverdächtig war, Ende Juni sechs Mit­ar­bei­te­r*in­nen bei einem geplanten Hilfeplangespräch in einem Mutter-Kind-Heim in Stade erschossen zu haben. Bei dem Gespräch sollte es um den zukünftigen Umgang mit seiner drei Monate alten Tochter gehen. Das Baby war vom Jugendamt in Obhut genommen worden, weil der Verdacht bestand, dass es geschüttelt worden war.