Der Mann, der am 29. Juni in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen erschossen haben soll, ist tot. Das teilt das niedersächsische Justizministerium mit. Der mutmaßliche Täter sei demnach in der Anstalt verstorben. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse handele es sich um einen Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen aktuell nicht vor, heißt es in einer Mitteilung.Der Gefangene wurde demnach um 6.05 Uhr von einem hierfür zuständigen Stationsbediensteten bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle aufgefunden. Durch den herbeigerufenen Notarzt wurde der Mitteilung zufolge um 6.29 Uhr der Tod festgestellt. Ermittlungen wurden eingeleitet.Der Mann soll Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung sechs Menschen getötet haben, darunter jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung in Stade. Hintergrund war nach bisherigen Erkenntnissen ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des mutmaßlichen Schützen. Die Polizei nahm den Verdächtigen nach der Tat fest und ermittelte wegen Mordes.Anmerkung der Redaktion: Die SZ berichtet bewusst zurückhaltend über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.
Mutmaßlicher Täter von Stade ist tot
Nach Angaben der Justizvollzugsanstalt gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Der Mann soll Ende Juni in Stade sechs Menschen erschossen haben.










