Der Tod von sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung – mutmaßlich durch einen Vater – sorgte bundesweit für Erschütterung. Jetzt ist der Verdächtige tot.

Blumen und Kerzen liegen nahe einem Gebäude der Jugendeinrichtung, wo mehrere Menschen durch Schüsse geötet wurden

Kai Moorschlatt/dpa

afp | Der Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot. Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte, beging der Mann im Gefängnis Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht.

Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 06.05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Er habe bereits keine Körpertemperatur mehr aufgewiesen, erklärte das Ministerium. Ein Notarzt habe dann um 06.29 Uhr den Tod des Manns festgestellt. Ermittlungen zu den konkreten Todesumständen seien eingeleitet worden.