PfadnavigationHomePolitikDeutschlandArtikeltyp:LivetickerBeben in der UnionFriedrich Merz nennt Spahns Rücktritt „richtig und unvermeidlich“Stand: 14:53 UhrBundeskanzler Friedrich Merz Quelle: REUTERS/Thilo SchmuelgenJens Spahn hat seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef bekannt gegeben. Seine Entscheidung, mithilfe einer Leihmutter eine Familie zu gründen, hatte eine kontroverse Debatte innerhalb der Union ausgelöst. Merz bezeichnet den Rückzug Spahns als „richtig“.Der Druck auf ihn wuchs zuletzt immer mehr, nun hat Unionsfraktionschef Jens Spahn Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Das teilte der CDU-Politiker in einem Schreiben an die Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag mit. In seiner Funktion als CDU-Chef hatte Bundeskanzler Friedrich Merz Spahn zuvor zu dem Schritt aufgefordert. Spahn war unter Druck geraten, weil er und sein Mann die Hilfe einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen hatten. Dem früheren Gesundheitsminister waren Doppelstandards vorgeworfen worden. 14:22 Uhr – Samstag, 18. JuliMerz bezeichnet Spahn-Rücktritt als „unvermeindlich“Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat den Rücktritt des Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn als „richtig“ und „unvermeidlich“ bezeichnet. „Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut. Ich danke Jens Spahn für die Zusammenarbeit“, teilte Merz mit. Der CDU-Politiker Spahn habe den Weg der Fraktion aus der Opposition in die Regierung mitgeprägt und gestaltet. „In der Erarbeitung der großen Reformvorhaben der letzten Wochen war Jens Spahn eine wichtige Stütze der Koalition“, teilte Merz mit. Als Vorsitzender der CDU Deutschlands werde er in Abstimmung mit dem Vorsitzenden der CSU, Markus Söder, einen Vorschlag für die Neubesetzung im Fraktionsvorsitz machen. „Verfahren und Zeitplan werden jetzt mit den Gremien der Partei und der Fraktion abgestimmt.“ Kanzler Merz hatte Spahn zuvor in seiner Funktion als Parteivorsitzender zum Rücktritt aufgefordert, wie die dpa aus seinem Umfeld erfuhr. 14:55 Uhr – Samstag, 18. JuliConnemann hält Rücktritt für „unausweichlich“Gitta Connemann, Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und CDU-Bundestagsabgeordnete, sagte WELT AM SONNTAG: „Traurig aber konsequent. Es tut mir sehr leid, Jens Spahn als Vorsitzenden zu verlieren. Er war für den Mittelstand und mich immer ein verlässlicher Partner. Er hat für uns gestanden. Angesichts der Verwerfungen war der Rücktritt aber unausweichlich. Ich bin ihm für seinen Einsatz in den letzten Jahren für uns mehr als verbunden.“14:42 Uhr – Samstag, 18. JuliFamilienministerin dankt Spahn Auch die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien hat dem Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn für dessen Rücktritt Respekt gezollt. „Ich danke Jens Spahn für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, schrieb die Familienministerin auf der Plattform X. Dieser Schritt im Dienst der Glaubwürdigkeit der Christdemokratie verdiene Respekt. „Für ihn und seine Familie wünsche ich von Herzen alles Glück und erdenklich Gute.“ 14:40 Uhr – Samstag, 18. JuliHoletschek würdigt Spahns Lebensleistung CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek hat die Lebensleistung von Spahn ausdrücklich gelobt. Er habe „großen Respekt“ vor dem Schritt, den Spahn jetzt gegangen sei. Spahn habe verschiedenste Ämter begleitet und sich in einer sicherlich schwierigen Situation nochmals nach vorne bewegt. Zugleich erinnerte Holetschek an die „Verpflichtung für den Schutz und die Würde zum Lebensbeginn des Kindes“. Das sei tatsächlich etwas, „was mich bewegt bei all der Diskussion, die schon richtig ist, dass wir das Verbot der Leihmutterschaft sehen und all die Dinge. Es ist ein Kind auf die Welt gekommen, das möglicherweise irgendwann mal auch sehen wird, was in dieser Zeit passiert ist“. 14:39 Uhr – Samstag, 18. JuliSöder zollt Spahn Respekt für „persönliche Entscheidung“CSU-Chef Markus Söder hat Unionsfraktionschef Jens Spahn für dessen Rücktritt seinen Respekt gezollt. Dies sei „eine persönliche Entscheidung, dafür gebührt ihm Respekt.“ Er danke Jens Spahn für die „sehr gute Zusammenarbeit, gerade in schwierigen Zeiten“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Nachrichtenagentur dpa.14:29 Uhr – Samstag, 18. JuliWüst bedauert RücktrittNRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat den Rücktritt von Jens Spahn bedauert. „In der Entscheidung von Jens Spahn zum Rückzug liegt eine große Tragik“, erklärte Wüst. „Ich bedaure diesen Schritt persönlich sehr und kann ihn zugleich gut nachvollziehen. Ich bin überzeugt: Viele Menschen werden das Dilemma zwischen politischem Anspruch und persönlicher Realität wahrgenommen haben.“ Wüst befand, dass die Debatte in den vergangenen Tagen an vielen Stellen überzogen geführt worden sei. „Dennoch waren viele gestellte Fragen natürlich berechtigt.“ Er respektiere, dass Spahn „diesen wohl unausweichlichen Weg jetzt gewählt“ habe. „Ich habe Verständnis dafür, dass Jens diesen Weg geht.“ Mit der öffentlichen Bekanntgabe der Geburt des Sohnes von Spahn und seinem Mann durch eine Leihmutterschaft seien Fragen gestellt worden „zu einem komplexen, sensiblen und persönlichen Thema mit gesellschaftlicher Tragweite“, sagte Wüst. Er appellierte an die Öffentlichkeit, in der Debatte Rücksicht auf das Kind zu nehmen. „Kinder können am allerwenigsten für die Umstände ihrer Herkunft“, so der NRW-Ministerpräsident. „Niemand sucht sich die Umstände seiner Geburt aus.“14:26 Uhr – Samstag, 18. JuliCSU und SPD zollen Spahn „Respekt“ für Entscheidung zum RücktrittDie Koalitionspartner SPD und CSU haben die Entscheidung von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) gewürdigt, angesichts der Leihmutter-Affäre zurückzutreten. „Die Entscheidung von Jens Spahn verdient allerhöchsten Respekt“, teilte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann mit. Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch äußerte „großen Respekt“ vor Spahns Entscheidung. „Wir haben in der Koalition sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet.“ Inhaltlich äußerte sich Spahn nicht zum Thema Leihmutterschaft. Dies sei „eine Frage, die die Union mit sich selbst klären muss“.dpa/epd/AFP/rtr/krott/jho
Beben in der Union: Friedrich Merz nennt Spahns Rücktritt „richtig und unvermeidlich“ - WELT
Jens Spahn hat seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef bekannt gegeben. Seine Entscheidung, mithilfe einer Leihmutter eine Familie zu gründen, hatte eine kontroverse Debatte innerhalb der Union ausgelöst. Merz bezeichnet den Rückzug Spahns als „richtig“.













