PfadnavigationHomePolitikNach Leihmutterschafts-SkandalUnions-Fraktionschef Spahn tritt zurückStand: 13:56 UhrLesedauer: 2 MinutenJens Spahn (rechts), hier mit Bundeskanzler Friedrich MerzQuelle: Michael Kappeler/dpaJens Spahn hat seinen Rücktritt als CDU/CSU-Fraktionschef erklärt. Damit kam er Bundeskanzler Friedrich Merz zuvor, der ihm offenbar einen Rückzug nahegelegt hatte. Hintergrund ist die Kontroverse um eine von Spahn beauftragte Leihmutter in den USA.CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn hat seinen Rücktritt erklärt. In einem Schreiben an die Fraktion, das WELT und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, schreibt er: „Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete.“Zuvor hatte offenbar auch Bundeskanzler Friedrich Merz Jens Spahn zum Rücktritt aufgefordert. Das will die dpa aus dem Umfeld des Parteivorsitzenden erfahren haben. Der CDU-Politiker war unter Druck geraten, weil er und sein Mann die Hilfe einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen hatten.Wörtlich heißt es in dem Schreiben von Jens Spahn: „Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt. Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.“Der 46-Jährige schließt sein Schreiben mit den persönlichen Worten: „Eines ist mir in den letzten Tagen immer klarer geworden: Meine Familie ist mir das Wichtigste“ und bedankt sich dann noch für die „gemeinsame Arbeit“ der vergangenen Monate.Lesen Sie auchMehr in Kürze.ds/krott mit dpa