Die Fayard-Werft in Odense wartet russische LNG-Tanker – und erntet dafür Kritik. Ab 2027 ist das Geschäft durch EU-Sanktionsregeln verboten.

Der russische LNG-Tanker „K.Jasmine“

Sergei Krasnouhov/imago

Die Fayard-Werft im dänischen Odense tut nichts Verbotenes – Verwerfliches aber doch, mahnen mehr als 100 europäische Politiker in einem offenen Brief an das Unternehmen an, das einer der reichsten Familien Dänemarks gehört. Die Werft ist die einzige in Europa, die Wartungsaufträge an russischen LNG-Tankern des Typs Arc7 ausführen kann und das auch noch tut. Ab 2027 wird dieses Geschäft durch die beschlossene EU-Sanktionen auch in Dänemark enden.

Dass die Werft offenbar bis kurz vor knapp noch Aufträge abarbeitet, steht jetzt im Fokus der Kritik. Legal sei es vielleicht, aber strategisch falsch, heißt es in dem Brief. Fayard helfe damit, die hochmodernen eisbrechenden Tanker auf Jahre hinaus am Laufen zu halten, „genau in dem Moment, in dem die EU Schritte unternimmt, um Russlands LNG-Geschäft zu beschränken.“ Die Wirkung des kommenden EU-Embargos könne dadurch geschwächt werden.