Die dänische Werft Fayard sorgt seit Monaten für politischen Streit. Als letzte bekannte Werft in der EU führt sie weiterhin Wartungsarbeiten an Spezialtankern durch, die Flüssigerdgas (LNG) aus dem russischen Yamal-Projekt transportieren. Mehr als hundert EU-Politiker hatten Fayard bereits aufgefordert, die Arbeiten einzustellen. Die Werft weist die Kritik zurück: Die Wartungen seien legal und würden noch in diesem Jahr beendet.Nun steht offenbar bereits der dritte Arc7-Tanker dieses Sommers vor einer Wartung in der Fayard-Werft. Aktuelle AIS-Daten des Schiffsdatenanbieters VesselFinder zeigen, dass die „Boris Davydov“ vor der dänischen Küste unweit der Zufahrt zur Fayard-Werft vor Anker liegt. Seit seiner letzten Wartung bei Fayard im Jahr 2023 transportierte das Schiff laut einer Analyse der Umweltorganisation Urgewald 50 Ladungen russisches LNG aus dem Yamal-Projekt. Der Bruttomarktwert der Transporte lag demnach bei rund 1,9 Milliarden Euro. Spitzt sich der Konflikt mit den EU-Abgeordneten jetzt weiter zu?
So wichtig ist der Tanker für Russlands LNG-Exporte
Die „Boris Davydov“ gehört der griechischen Reederei Dynagas. Es handelt sich damit nicht um ein russisches Schiff. Der Spezialtanker wird jedoch für das russische Projekt Yamal LNG eingesetzt und transportiert Flüssigerdgas aus der Arktis-Anlage.







