Trotz scharfer Kritik aus dem EU-Parlament setzt die dänische Werft Fayard ihre umstrittenen Wartungsarbeiten an Russlands LNG-Flotte fort. Das geht aus aktuellen AIS-Schiffverfolgungsdaten von Vesselfinder hervor. Demnach ist nur wenige Tage nach einem öffentlichen Appell von 105 Europa-Abgeordneten nun auch der zweite Spezialtanker „Georgiy Brusilov“ in die Werft eingelaufen.Nur wenige Tage zuvor hatten die Unterzeichner des Appells aufgefordert, keine weiteren russischen LNG-Tanker mehr zu warten. Fayard wies die Kritik zurück und erklärte, nicht sie halte Russlands LNG-Handel am Leben, sondern die EU selbst. Dass nun unmittelbar nach dem ersten Arc7-Tanker bereits das nächste Spezialschiff in der dänischen Werft eingelaufen ist, dürfte den politischen Streit weiter verschärfen.

Warum die Arc7-Tanker so wichtig für Russland sind

Nach den AIS-Daten erreichte die „Georgiy Brusilov“ am Mittwochmorgen die Werft im dänischen Munkebo. Bereits seit dem 19. Juli hatte der Tanker auf seinen Werftaufenthalt gewartet. Nun liegt das Schiff nahezu an derselben Position, an der zuvor die „Rudolf Samoylovich“ gewartet wurde. Diese war Ende Juni in die Werft eingelaufen und verließ Fayard nach rund 23 Tagen. Der unmittelbare Wechsel der beiden Schiffe deutet darauf hin, dass die dänische Werft die Wartung der Arc7-Flotte nahtlos fortsetzt.