Der Streit um die dänische Werft Fayard spitzt sich zu. Jüngste Schiffsverfolgungsdaten des Anbieters MarineTraffic deuten darauf hin, dass bereits der nächste Spezialtanker für Russlands LNG-Exporte vor einem Werftaufenthalt steht.Demnach liegt der Arc7-Eisbrecher-Tanker „Georgiy Brusilov“ derzeit in der Nähe der dänischen Stadt Munkebo vor Anker, wo sich auch die Fayard-Werft befindet. Die Werft gilt als letzte in der EU, die noch immer Wartungsarbeiten an Schiffen durchführt, die Flüssigerdgas aus der russischen Yamal-Anlage transportieren.
Gleichzeitig eskaliert der öffentliche Konflikt zwischen der Werft und mittlerweile 105 Europaabgeordneten aus 17 Ländern. Während die Politiker Fayard auffordern, keine weiteren Tanker für Russlands LNG-Exporte mehr zu warten, verteidigt die Werft ihre umstrittenen Arbeiten erstmals ausführlich. Der Berliner Zeitung liegen sowohl das Schreiben des Unternehmens als auch die Reaktion der Parlamentarier vor.
Zweiter Arc7-Tanker erreicht dänische Gewässer
Derzeit liegt der Arc7-Tanker „Rudolf Samoylovich“ im Trockendock zur Wartung in der Fayard-Werft. Die „Georgiy Brusilov“ befindet sich jedoch in unmittelbarer Nähe. Laut der Umweltorganisation Urgewald spricht dies dafür, dass die „Georgiy Brusilov“ unmittelbar nach Abschluss der laufenden Arbeiten in die Werft einlaufen könnte. Bestätigt ist dies bislang jedoch nicht.








