In die Sommerpause verabschiedet sich der Bundeskanzler mit einem Ausblick auf seine beiden wirtschaftspolitischen Prioritäten für Herbst: Bis Jahresende will Friedrich Merz die Alterssicherung auf „ein neues Fundament“ stellen und die Dokumentationspflichten der Unternehmen drastisch reduziert haben.Für die Wirtschaft bedeutet die Rentenreform allerdings zunächst abermals stärker steigende Beitragssätze, erst mittelfristig könnte die geplante Teilkapitaldeckung die demographische Last der Betriebe dämpfen.Dass die zu hohen Lohnnebenkosten jetzt schon ein Wettbewerbsproblem sind, hat auch Merz noch mal eingeräumt. Doch vor der Aufgabe, die durch falsche politische Weichenstellungen auch seiner Koalition 2025 noch in die Höhe getriebenen Kosten zu senken, hat er inzwischen kapituliert. Aus Merz’ Sicht wäre es schon ein Erfolg, gelänge es Union und SPD wenigstens, den weiteren Anstieg der Sätze in der Kranken- und Pflegeversicherung zu verhindern.Der Kanzler zeichnet die Grenzen seiner Macht nun klarer. Unternehmen haben so eine bessere Kalkulationsbasis für ihre Standortentscheidungen. Leider könnten diese nun noch öfter gegen Deutschland ausgehen.
Friedrich Merz kapituliert: Lohnnebenkosten bleiben hoch
Der Kanzler zeichnet die Grenzen seiner Koalition nun klarer. Unternehmen gibt das eine bessere Kalkulationsgrundlage.











