Stand: 15.07.2026 • 15:39 Uhr

Schulden, Unterhaltsvorschuss, Arbeitszeiten: Bei der Sommerpressekonferenz hat Kanzler Merz die Pläne der Regierung verteidigt. Die Koalition sieht er auf einem guten Weg. Zugleich bekräftigte er seine Haltung zur AfD.

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die schwarz-rote Koalition gestärkt in die Sommerpause gehen. "Die Koalition hat Tritt gefasst", sagte er bei der traditionellen Sommerpressekonferenz. "Die Bilanz ist positiv", so der CDU-Chef. "Die Bundesregierung hat ihren Rhythmus gefunden, trotz mancher Kritik. Wir haben geliefert." Er verwies auf jüngste abgeschlossene Vorhaben wie die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung.

Merz versicherte, die Ressorts arbeiteten gut zusammen, ebenso mit den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas. Er räumte aber ein, dass man noch nicht da stehe, wo er Deutschland gerne sehen wolle. Es gehe darum, wie die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wieder erreicht werde. "Wir haben viel erreicht, aber es ist noch lange nicht genug."

Der Kanzler machte deutlich, dass ihn seine schlechten Umfragewerte umtreiben. "Mich beschäftigt das, und ich versuche auch, die Gründe festzustellen", sagte er. "Es hat sicher auch eine Erwartungshaltung in der Bevölkerung gegeben, die wir bis jetzt nicht erfüllt haben." Man werde auch massiv angegriffen, auch das gehöre zur Wahrheit dazu. "Ich beschwere mich darüber nicht, ich nehme das so, wie es ist." Er empfinde "diese demoskopische Lage, wenn Sie so wollen, eher als Ansporn, die Arbeit fortzusetzen, gut zu machen".