Bei der traditionellen Sommer-PK versucht Merz, Zuversicht zu verbreiten. Immer wieder geht es um die Landtagswahlen im Herbst – und um die AfD.
Versuchte sogar freundlich zu antworten. Bundeskanzler Merz bei der Sommerpressekonferenz
Florian Gaertner/imago
Sommerpressekonferenzen von Bundeskanzlern sind traditionell Politik-Potpourris der ganz besonderen Art. Einmal im Jahr, bevor der Regierungschef und ein großer Teil der Hauptstadtpresse in die Ferien gehen, wird dieser in das Haus der Bundespressekonferenz (BPK) eingeladen, um Rede und Antwort zu stehen. Der Saal ist proppenvoll, gefragt werden darf alles. Nur eine Regel gibt es: Eine Frage und eine Nachfrage dürfen gestellt werden, dann ist Schluss. Trotzdem kommt nicht jeder dran, der sich gemeldet hat – nach anderthalb Stunden ist die Zeit um und die Liste lange nicht abgearbeitet.
So auch am Mittwoch, als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum zweiten Mal in seiner Amtszeit vor der blauen Wand der BPK zur Sommerpressekonferenz Platz nahm. Das Timing war dieses Mal besser für ihn. Im Koalitionsausschuss hatten sich Union und SPD auf vieles geeinigt, am Freitag waren wichtige Vorhaben wie das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung von Bundestag und Bundesrat verabschiedet worden. Im Vorjahr war die Stimmung schlechter gewesen: Damals war die Wahl der Staatsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf ins Bundesverfassungsgericht an der Union gescheitert, die Koalition zog mit einer veritablen Krise in die Sommerferien – und diese war das beherrschende Thema der PK.










