The Market Risk BarometerDas The Market Risk Barometer sinkt unter das langjährige Mittel. Für Bewegung sorgen dürften der Auftakt der US-Berichtssaison und die Inflationszahlen für Juni.Der Irankonflikt ist zurück. Nach dreieinhalb Wochen der brüchigen Waffenruhe kündigte der US-Präsident am Nato-Gipfel in der Türkei das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran nach erneuten Scharmützeln auf. Der Ölpreis, der in den letzten Wochen auf das Vorkriegsniveau gefallen war, zog wieder an. Ein Fass der Sorte Brent wird nun zu rund 78 $ gehandelt – vor kurzem waren es noch 72 $.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenThemarket.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Plötzlich richtete sich der Fokus wieder auf die Strasse von Hormuz, auf der nach einem kurzen Hüpfer Anfang Juni kaum mehr Schiffe verkehren, was die Furcht vor höheren Ölpreisen erneut nährt. Nicht ganz überraschend haben Energieaktien, die nach einem starken ersten Quartal ihre Avancen konsolidiert hatten, davon am meisten profitiert (vgl. Grafik).Mit dem erneuten Aufflackern des Konflikts war auch der Hype um das Thema künstliche Intelligenz zurück, was den Technologie- und den Kommunikationssektor beflügelte. KI-Profiteure wie Seagate Technology, Broadcom oder Sandisk konnten zweistellig zulegen. Ob das mehr ist als eine Gegenbewegung in der laufenden Konsolidierung, wird sich weisen. Zumindest in Korea hat sich der Ausverkauf der Speicherchiphersteller SK Hynix und Samsung Electronics heute Montag fortgesetzt.Die Stärke der IT- und Kommunikationswerte spiegelt sich im Nasdaq 100 und dem S&P 500 und auch im MSCI China, der im Gegensatz zu den chinesischen Festlandbörsen grosse Technologiewerte wie Alibaba und Tencent enthält. Das Ranglistenende bildeten der deutsche Dax und der Euro Stoxx 50, doch auch der Swiss Market Index war wenig gefragt (vgl. Grafik).Das herausfordernde Umfeld spiegelt sich auch im Risk Barometer von The Market, das von 50 – dieser Wert entspricht auch dem langfristigen Mittel – auf 47 gefallen ist. Es notiert damit in der neutralen Zone.Obwohl das Barometer gesunken ist, haben sich fünf der neun Indikatoren, aus denen es zusammengesetzt ist, verbessert. Am stärksten zur Stimmungsaufhellung beigetragen haben die Hedge Funds, die ihre Futures-Positionen auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 ausgebaut haben, sowie die Kleinanleger, die gemäss der wöchentlichen Umfrage der US-Privatanlegervereinigung AAII zuversichtlicher geworden sind. Für Abschwächung gesorgt hat die Schwäche der zyklischen gegenüber den defensiven Branchen der vergangenen Wochen.Die neutrale Anlegerstimmung lässt sowohl Avancen als auch Rückschläge zu. Für Bewegung sorgen dürfte die US-Berichtssaison, bei der die Grossbanken Bank of America, Citigroup, JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo morgen Dienstag den Auftakt machen (vgl. Grafik). Ebenfalls am Dienstag werden die US-Konsumentenpreise für Juni publiziert. Erwartet wird, dass sie im Vergleich zum Vorjahr von 4,2 auf 3,8% gesunken sind, während die Kernrate bei 2,9% verharren soll.Quelle: Earningswhispers
Anlegerstimmung: Anleger bleiben vorsichtig
Das The Market Risk Barometer sinkt unter das langjährige Mittel. Für Bewegung sorgen dürften der Auftakt der US-Berichtssaison und die Inflationszahlen für Juni.










