An Kai Wegners Rückzugsrede am Freitagnachmittag fiel einiges auf: Wie voll des Lobes der Regierende Bürgermeister für seine eigene Leistung und seine Bilanz war, selbst im Moment seines Scheiterns. Wie wenig Schuldbewusstsein er zeigte, gegenüber der Öffentlichkeit, die er über Monate getäuscht hat; aber auch gegenüber seiner Partei, der er klar geschadet hat. Der amtierende Regierungschef und Landesvorsitzende der Berliner CDU muss gut zwei Monate vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus seine Spitzenkandidatur zurückziehen. Und er spricht immer noch von „kommunikativen Fehlern“, die „Mist“ waren. Tut ihm ja auch leid.